Ausgabe 6/2008


11/01/08

Mega-Möglichkeiten für Aufzüge in Indien - Eine kurze Vorschau


Rajah Venkatraman

Eine weitere logische Prophezeiung - "Der indischen Aufzugsindustrie steht eine immense Explosion bevor". Die Vorhersage eines plötzlichen explosionsartigen Anstiegs der Nachfrage und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für die Aufzugsbranche werden mit umfassenden statistischen Daten unterlegt. Die Arbeitsweisen in Indien werden zum Nutzen der Fachwelt erläutert, damit diese an den goldenen Aussichten teilhaben kann.

Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 6/2008
Erstellt von: Editor

Überarbeitete Statistiken für:

Aufzugsbedarf: Für neue und vorhandene Gebäude sowie Aufzugsarten und Anforderungen an Aufzugskomponenten

Liefermöglichkeiten, um der Nachfragenachzukommen: Für größere/kleinere Komponenten-/Austausch- und Wartungsfirmen

Vorkehrungen – Durch Fertigung/durch den Handel mit Anlagen aus Übersee/gesetzliche Bestimmungen/Unterstützung/Arbeitsmarkt/die entsprechenden Kosten

Analyse der Aufzugsanforderungen

Es gibt eine logische Erklärung für die derzeit in Indien immens große Nachfrage nach Aufzugsanlagen. Die verschiedenen Branchen der Aufzugsindustrie können diese Gelegenheit nutzen, um sich an diesem Ereignis zu beteiligen. Es werden die Schritte zur Gründung eines Unternehmens sowie die ungefähren Kosten zum Nutzen der Fachwelt erläutert, die sich mit einem solchen Gedanken trägt. Die Anforderungen folgen im großen Ganzen dem üblichen Entwicklungsszenario und lassen sich noch um ein Vielfaches steigern, wenn sich eine praktikable Versorgung entsprechend der Bedürfnisse der Massen verwirklichen lässt.

Indien ist der Allgemeinheit aus der Geschichte bekannt. Heute kennt jeder in der Aufzugsbranche Dubai wegen des „Burj Dubai“, das derzeit sich im Bau befindliche höchste Gebäude der Welt. Dort ist ein wahrer Bauboom ausgebrochen und werden große Mengen an Aufzugsanlagen benötigt. Indien ist nicht weit von Dubai entfernt, sodass viele Leute der Meinung sind, dass auch in Indien ein ähnliches Szenario zu erwarten sei. Die Wirklichkeit sieht aber ganz anders aus.

Viele attestieren Indien eine „demütige Haltung“, sehen sie doch die Schwierigkeiten der Menschen, die mit selbst gezogenen Wägelchen andere Menschen transportieren und dabei wie ein Pferd laufen müssen. Tatsächlich sind viele Dinge in Indien aus humanitärer Sicht oder aus Sicht der Menschenrechte nicht gerade luxuriös ausgestattet. Es gibt grundlegende Bedürfnisse. An einem Ort wie Dubai mögen die Aufzüge mit sehr hohen Geschwindigkeiten betrieben werden, mit teuren Materialien ausstaffiert und innen sowie in den Aufzugslobbys mit Pracht und Prunk ausgestattet sein. In Indien betrachtet man den Aufzug als ein reines Transportmittel, um zu einem Stockwerk zu gelangen. Die Menschen müssen täglich viele Stockwerke hochlaufen, um zu ihren Wohnungen zu gelangen, denn sie können sich noch nicht mal den billigsten Aufzug leisten. Manchmal sind die Mieten für Wohnungen in den oberen Etagen älterer Gebäude aufgrund verschiedener Schwierigkeiten wie Aufzüge mit geringerem Komfort usw. günstiger. Auch werden Gebäude dadurch in ihrer Bauhöhe beschränkt. Hochhäuer machen nur einen geringen Prozentsatz der Gebäude aus. Da die Bevölkerung aber wächst, ist es unbedingt erforderlich, die Zahl der höheren Gebäude für die Unterkunft zu steigern, nicht zuletzt auch weil die zur Verfügung stehende bebaubare Landmasse begrenzt ist.

In Dubai ist die Zahl der Einheimischen äußerst klein. Die riesige Zahl der geplanten Gebäude ist daher überwiegend auf ausländische Besucher ausgelegt, entweder um Wohnraum für im Ausland lebende Staatsbürger oder gefällige Hotels für Besucher und Touristen zu schaffen. Daher spiegeln auch die Aufzüge den hohen Standard wider. Hier wird also keinem Bedürfnis der örtlichen Bevölkerung nachgekommen. Es gibt nur den ständigen Wunsch, künftig diese Gebäude, Hotels, Büros und Urlaubsdomizile ständig voll zu belegen, was von einer fähigen Verwaltung abhängt (die, wie sich herausgestellt hat, äußerst effizient arbeitet).

Die Bevölkerung als Hauptfaktor

Die riesige Bevölkerung sorgt für ein grundlegendes Bedürfnis, Gebäude vertikal auszurichten, was die Nachfrage nach Aufzügen steigert (hierbei handelt es sich um den einzigen wichtigen Grund). Die Bevölkerungszahl im Jahre 1991 belief sich auf 843 Mio., im Jahre 2010 auf 1150 Mio. und wird in wenigen Jahren (2011) auf 1300 Mio. anwachsen (projiziert).

Die projizierte Gesamtbevölkerungszahl Indiens teilt sich ungefähr wie folgt auf:

Aus dieser Projektion ergibt sich eine Stadtbevölkerung von 350 Mio. Menschen, mit der wir arbeiten können.

Die einzelnen Bundesstaaten verfügen über 3 oder 4 bedeutende Satellitenstädte, so dass die Bevölkerungszahl und ihre Bedeutung verteilt sind. Es gibt kleinere wie Goa, Pondicherry, Chandigarh usw., die zwar geringere Bevölkerungszahlen aufweisen aber starke touristische Interessen haben, und sich daher gut entwickelt haben.

Einheitliches Verteilungsmuster der Anforderungen

Die Karte zeigt die einheitliche Verteilung der Bevölkerung (Abb. 1). Wie erwähnt, gibt es auch landesweit eine einheitliche Entwicklung.

Aufgrund der historischen Bedeutung vieler Städte werden auch in fast allen Städten einheitliche Entwicklungen registriert. Zum Beispiel in Tamil Nadu verfügen Chennai, Trichy, Madurai, Coimbatore und Tuticorin alle über einen Flughafen, größere Hotelanlagen, Fertigungsstätten, Tourismus, Handelseinrichtungen, Computerfirmen und andere Industriezweige.

Bedürfnisse der indischen Massen

Von der Automobilindustrie können wir uns eine Scheibe abschneiden. Vor gut einem Jahrzehnt hat der Autor (Raj) in einer Präsentation erwähnt, dass Indien eine andere Art von Fahrzeug braucht, um den Bedürfnissen der Masse entgegenzukommen. Das wurde jetzt Realität. Die ganze Welt staunt über das, was dem einfachen Inder heute geboten wird. „Willkommen in Indien!“. „Die indischen Bedürfnisse verstehen!“

„Der Industriemagnat Ratan Tata, der 70-jährige Inhaber des Tata-Konzerns tea-to-steel, zeigte bei der Enthüllung seines Nanos auf dem Genfer Autosalon, dass Kinkerlitzchen überflüssig sind. Tata nennt den Nano das weltweitbilligste Auto zum Preis von nur Rs 100 000 (2500 Dollar, 1600 Euro), das speziell für Inder entwickelt wurde, die hoffen, vom zweirädrigen Motorrad auf vier Räder umsteigen zu können. In den Medien wurde er wie folgt zitiert: „Das Grundmodell verfügt über keine Klimaanlage, keine elektrischen Fensterheber und keine Servolenkung“. Genau dieses Fahrzeug erfüllt die Bedürfnisse der Massen.


In Indien benötigen riesige Menschenmassen einfach Hilfe. Sie brauchen Autos, jedoch ohne den ganzen Schnickschnack. Es gibt eine riesige Menschenmenge, die verzweifelt versucht, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu stillen. Das zeigt sich immer wieder aus Bildern, die für sich sprechen. Menschen reisen auf Dächern von Zügen und Bussen, um an ihr Ziel zu gelangen (Abb. 3 und 4).

                      

Sie brauchen keinen Komfort, sondern lediglich Mittel und Wege um „klar zukommen“ oder „irgendwo hin zu kommen“. Deshalb sollten Leute, die sich in  einer viel beneidenswerteren Situation befinden und sich immer noch beschweren, sich mal diese Massen und das meist noch mit einem Lächeln ertragene beschwerliche Dasein ansehen. Dann würde sich bei ihnen ganz sicher eine etwas bescheidenere und demütigere Haltung einstellen, und sie würden sagen:
„Wir sind verdammt viel besser dran“. Wenn es nun eine Aufzugslösung für diese Massen gäbe, so würde sie mit der gleichen Akzeptanz Eingang finden, wie dies wahrscheinlich beim Nano der Fall ist.

Wohngebäude
Es wird angenommen, dass ca. 350 Mio. Menschen in einem urbanen Umfeld wohnen. Bei einer Familienstärke von 7 Personen ergibt dies 50 Mio. Familien. 42,5 Mio. Familien leben in Wohnungen (100 Familien pro Wohnblock bei 42,5 Mio. heißt 425 000 Gebäude, mehr als 5 % davon benötigen Aufzüge, d. h. mehr als 21 250 Gebäude). Das wären Wohnungen des gehobenen Standards, für die wie anderswo auf der Welt Aufzüge benötigt werden.

Die Wohnungen im unteren Preissegment (also die restlichen 90 %) haben das Potenzial, zu einem „mit Aufzügen nachgerüsteten Gebäude“ umgebaut zu werden. Dies hängt aber vom Einbau wirtschaftlicher, schnörkelloser und sicherer Aufzugsanlagen ab (wie bei den Fluglinien), was zusätzliche Möglichkeiten bietet. 15 % der Bevölkerung leben in Eigenheimen, d. h. 7,5 Mio. Eigenheime. 5 % davon gelten als Eigenheime der gehobenen Klasse mit 2 Etagen und mehr, d. h. 375 000 Luxuseigenheime. Diese Eigenheime eignen sich speziell für wirtschaftliche Eigenheimaufzüge. Auch dies ist ein möglicher Markt für Aufzüge.

Hotels/Bürogebäude
Darüber hinaus könnten Hotels und Bürogebäude der gehobenen Klasse (zusätzlich zu den Wohngebäuden) mit Aufzügen der Klasse „A“ ausgestattet werden. Kleine Hotels und normale Bürogebäude dahingegen könnten mit Aufzügen ausgestattet werden, wenn diese wirtschaftlich sind (kein Schnickschnack). Die zweite Kategorie bietet wiederum zusätzliches Potenzial. Dies ist als ein zusätzliches Geschäft zu den Wohngebäuden zu sehen, muss doch die arbeitende Bevölkerung in Bürogebäuden und auf Reisen (überwiegend Geschäfts- und gelegentliche Urlaubsreisen) untergebracht werden.

Flughäfen, Ausbau des Einzelhandels
Überall schießen Flughäfen, Einkaufszentren, Theater usw. wie Pilze aus dem Boden und es werden große Mengen an Aufzügen und Fahrtreppen benötigt. Die Städte werden immer moderner und anspruchsvoller.

Andere Aufzugsabhängige
In Anbetracht der immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe älterer Menschen in Indien, gehören heute bereits 8,5 % zur Kategorie der Senioren. Ca. 9 % der Gesamtbevölkerung ist gesundheitlich eingeschränkt oder von Behinderungen betroffen (ohne Senioren). 8 % sind Kinder unter 3 Jahren. Es ist auch eine Tatsache, dass 1 900 000 Personen obdachlos sind. Eine ziemlich hohe Zahl, die nur bestätigt, dass alle anderen ein Dach über dem Kopf haben!

Weitere Faktoren, die sich auf den Aufzugsbedarf auswirken

Relative Preise
Der Bedarf ist das Schlüsselwort in Indien, und über die Zeit gesehen war es tröstlich, dass man in einigen Wohngebäuden Aufzüge installiert hat. Über die Jahre gesehen haben sich die Kosten für Aufzüge nicht sehr erhöht. Noch vor einigen Jahren kosteten eine Wohnung ca. 10 000 US-Dollar und ein Aufzug so viel wie drei Wohnungen. Heute kosten eine vergleichbare Wohnung 100 000 US-Dollar (wegen der Steigerung der Grundstückskosten) und ein Aufzug mit einer Grundausstattung ca. 1/3 des Preises einer einzigen Wohnung in einem kleineren Gebäude. Jetzt wo der Einbau eines Aufzugs nur ein geringer Bestandteil der Baukosten eines Gebäudes ausmacht, findet dieses Transportmittel eine sofortige breite Akzeptanz. Aufzüge machen es auch möglich, Gebäude in die Höhe wachsen zu lassen.

Örtliche Bestimmungen
In einigen wenigen Fällen haben auch die Verwaltungen Vorschriften erlassen, wonach in Gebäuden von 4 und mehr Etagen Aufzüge vorgesehen werden müssen.

Subventionen
In Anbetracht der steigenden Kosten für Rohölprodukte erhalten Lieferanten (zum Beispiel für Elektronikbauteile) vom Staat Subventionen, die sich auf die Aufzugspreise auswirken. So wird der Vorschlag, (näher gelegene) urbane Wohnblocks (Wohnungen) zu mieten, jetzt eher angenommen, als die beschwerliche Fahrt zu den weit entfernten heimatlichen Gefilden auf sich zu nehmen.

Mietkauf
Früher konnte niemand genug Geld zusammensparen, um den Marktwert bezahlen zu können. Mit den Mietkauf- und Hypothekenkonzepten, die sich erst jetzt so richtig etabliert haben, besteht die Möglichkeit, eine Wohnung zu erwerben. Je mehr Wohnungen also belegt werden, desto mehr Aufzüge werden benötigt. So werden jetzt die überfüllten Unterkünfte der Großfamilien aufgeteilt in mehr auf die Einzelfamilie ausgerichtete Wohnungen.

Bevorzugte Investition
In anderen Investitionsbereichen hat es immense Zusammenbrüche gegeben (siehe die Börsen), sodass man zu immer sichereren Investitionsformen wie z. B. Immobilien getrieben wurde. Das steigert den Bedarf an Gebäuden und dadurch an Aufzügen.

Komfortniveaus
In unserer heutigen modernen Welt steigt auch das Komfortbedürfnis des Einzelnen. Deshalb benutzt man lieber den Aufzug als 3 oder mehr Stockwerke hochzulaufen.

Arten des Aufzugsbedarfs

Die höheren Türme gelten aus Sicht des Städtebaus, der Wartung und anderer Faktoren allgemein als schwieriges Unterfangen. Somit würden die Aufzüge in solchen Fällen am schlechtesten dastehen, wenn die Gebäudeverwaltung schlecht arbeitet oder die Bewohner des Gebäudes ihren Wartungsverpflichtungen nicht nach kommen und daraufhin das gesamte Servicesystem versagt. Wenn der Einbau und die Wartung der Aufzugsanlage nicht ordnungsgemäß erfolgt, wird das Gebäude darunter täglich zu leiden haben. Bei den Gebäuden stehen also die niedrigen bis mittelhohen Typen eher im Kurs, sodass auch bei den Aufzügen diese Kategorien bevorzugt werden.

Bei Mumbai zum Beispiel handelt es sich um eine Stadt, in der Baugrundstücke knapp sind (und Landfl äche dem Meer abgerungen werden muss), sodass die Tendenz klar zu Hochhäusern geht. In den meisten anderen Städten ist dies nicht der Fall. Wenn jedoch der Bedarf an Wohnraum einer großen Bevölkerung besteht und die Kosten für Grundstücke steigen, gilt es als eine wirtschaftlich bessere Lösung, hoch zu bauen. In den urbanen Regionen wird derzeit die überwiegende Zahl der Neubauten als Gebäude mit 3 bis 10 Etagen geplant.

Die Aufzugsart hängt auch von der Art des Gebäudes ab. Der Gebäudetyp und -standort beeinfl ussen sehr stark die Wahl der Aufzugsart. In Gebäuden der Klasse „A“ sind Hochgeschwindigkeitsaufzüge erforderlich, um die exklusiven oberen Etagen und Dachterrassenwohnungen zu erreichen.

Die Dachterrassenwohnungen mitten in der Stadt sind aber bei den oberen Zehntausend nicht unbedingt beliebt, weil diese meist in anderen Gegenden residieren. In Mumbai zum Beispiel wohnen diese Menschen in Malabar Hills oder Nariman Point oder in ähnlichenGegenden, und nur dort wäre eine Dachterrassenwohnung die Krönung des Ganzen.

Wohnt man aber in weniger bevorzugten Gegenden, würde eine Dachterrassenwohnung keine Aufmerksamkeit erregen, sodass das Konzept der „Dachterrassenwohnung“ nur Sinn macht, wenn diese sich auch in der richtigen Wohngegend befi ndet. Es gibt sicherlich eine bestimmte Oberschicht, die die Benutzung einer Aufzugsanlage der gehobenen Klasse mit Fahrbereichsaufteilung und VIP-Service bevorzugen würde, um zu den Eliten im oberen Gebäudeteil zu gehören. Aber der überwiegende Teil würde sich keine größeren Gedanken über Geschwindigkeit und Luxusausstattung machen, sondern den Aufzug nur als ein Transportmittel betrachten.

Unternehmerische Aufstellung, um den Aufzugsbedarf decken zu können

Aufbau von Einrichtungen für die Versorgung mit Aufzügen, möglicher Support

Bevorzugt werden örtlich ansässige Firmen und nicht Firmen, die im Ausland residieren. Das erkennt man deutlich daran, dass Autofirmen wie Suzuki, Hyundai, Fiat, Morris usw., die in der globalen Automobilindustrie keine Marktführer sind, unglaubliche Absatzzahlen in Indien erzielen, nur weil sie Werke in Indien gegründet haben.

Ein Support in Indien ist ebenfalls von Nutzen, denn in Indien gibt es hervorragende Computerfachkräfte für den internen Bedarf der Firmen, sind im internationalen Vergleich günstigere Bauteile aus billigeren Industrieländern erhältlich, usw.

Der unmittelbare Zugang zum Meer ist überall gegeben, um alle weit entfernten Länder zu erreichen, und es gibt gute Verbindungen auf dem Luftwege nach und von Ost und West. Das ist für die Ein- und Ausfuhraktivitäten der Firma von Vorteil.

Es besteht auch die Möglichkeit einer Beteiligung der öffentlichen Hand an der Unternehmensfinanzierung.

Kalkulation der örtlichen Support Infrastruktur

Vorgehensweise für die Gründung eines Unternehmens

Beantragung einer Director Identification Number (DIN)
Zur Beantragung einer vorläufi gen DIN muss das Antragsformular DIN-1 online ausgefüllt werden. Der unterschriebene Antrag wird zur Genehmigung zusammen mit einem Identitäts- und Anschriftennachweis abgeschickt. Die zuständige Behörde prüft alle Unterlagen und erteilt im Genehmigungsfall eine dauerhafte DIN.

Beantragung eines digitalen Unterschriftenzertifikats
Um ein digitales Unterschriftenzertifikat der Klasse II zu erhalten, unterbreiten die Geschäftsleiter der Firma den autorisierten Agenturen ein Antragsformular zusammen mit einem Identitäts- und Anschriftennachweis.

Die Firmenbezeichnung dem Registrar of Companies (ROC) zur Genehmigung unterbreiten; die Gründungsurkunde und Satzung durch den Registrar überprüfen und drucken lassen
Die Genehmigung der Firmenbezeichnung erfolgt elektronisch. Sobald die Bezeichnung genehmigt wird, müssen die Gründungsurkunde und Satzung zusammen mit verschiedenen anderen Unterlagen innerhalb von sechs Monaten nach der Genehmigung vorgelegt werden.

Einen Antrag beim Superintendent of Stamps bei einer autorisierten Bank mit der Bitte stellen, die Gründungsurkunde und Satzung abzustempeln
Zum Antrag gehören weiter: (i) Nicht unterzeichnete Kopien der Gründungsurkunde und Satzung, (ii) Zahlungsbeleg. Sorgen Sie dafür, dass die dem Superintendent of Stamps oder der Bank zur Stempelung unterbreiteten Kopien nicht unterschrieben sind und kein Gründer oder Zeichner handschriftliche Eintragungen darauf gemacht hat. Der Superintendent schickt die Kopien zurück, wovon eine ordnungsgemäß abgestempelt, unterschrieben und geprägt ist, und so die Zahlung der erforderlichen Stempelgebühr bestätigt wird. Sobald die Gründungsurkunde und Satzung der Firma abgestempelt wurden, erfolgt der gleiche Vorgang durch die Firmengründer in eigener Handschrift beginnend mit dem Namen und der Bezeichnung, der väterliche Name, die Anschrift, die Tätigkeit und die Anzahl der gezeichneten Aktien mit ordnungsgemäßer Beglaubigung. Nach Unterzeichnung werden die Unterlagen datiert.

Gründungsurkunde
Kopie des Formulars 32 zusammen mit den Zustimmungsschreiben der Geschäftsführer der Firma, die darin aufgeführt werden – Formular 1, Antrag und Erklärung zur Gründung einer Firma, ausgedruckt auf einem nichtgerichtlichen Stempelpapier – Formular 18, Bestätigung des Anschriftennachweises der Firma – Formular 1A, Bestätigung der Bezeichnungsgenehmigung – Kopie des Nachweises über die Gebühr erhoben in Zusammenhang mit den o.g. Formularen – eine Vollmacht der Zeichner zu Gunsten einer Person, die in Ihrem Namen Änderungen in den Unterlagen und zur Registrierung unterbreiteten Dokumente machen darf. Dies muss auf einem nichtgerichtlichen Stempelpapier erfolgen – Identifizierung der Zeichner anhand einer Kopie Ihres Führerscheins, Ausweises, Wählerausweises oder Bezugsscheins. Diese Unterlagen müssen zusätzlich zum Online-Uploading auch im Original beim ROC unterbreitet werden. Sobald die Unterlagen uploaded wurden und die Bestätigung durch die Bank der Zahlung der Gebühr beim ROC eingegangen ist, werden die Unterlagen in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Die ROC prüft die von der Firma unterbreiteten Unterlagen und bei Bedarf wird die autorisierte Person die notwendigen Korrekturen unter Ihren Initialen durchführen. Diese autorisierte Person muss die Gründungsurkunde der Firma vom Büro des ROC abholen. Die Firma kann ihre Geschäftstätigkeiten aufnehmen sobald die Gründungsurkunde vom ROC vorliegt.

Weitere Aktivitäten

  •  Beschaffung eines Firmenstempels
  •  Beantragung einer dauerhaften Kontonummer

Gemäß dem Einkommenssteuergesetz des Jahres 1961 muss jede Person ihre dauerhafte Kontonummer (PAN) für die Entrichtung der Steuer sowie die Kontonummer für den Steuerabzug (TAN) für die Einzahlung der Quellenabzugssteuer angeben.

  •  Beantragung einer Steuerkontonummer für Einkommenssteuern, die an der Quelle einbehalten werden
  •  Registrierung gemäß dem Shops and Establishment Act, 1948
  •  Registrierung für die MWSt beim Sales Tax Officer des Bezirks, in dem die Firma angesiedelt ist
  •  Registrierung für die Gewerbesteuer
  •  Registrierung bei der Employee’s Provident Fund Organization
  •  Registrierung bei der ESIC (Krankenversicherung)

Schlussfolgerung

Es wurden mehrere Szenarien beschrieben, die belegen, weshalb sich ein riesiger Bedarf an Aufzügen einstellen wird. Zusätzlich dazu wird durch die Vorstellung von Aufzugslösungen für die Massen belegt, dass sich das Aufzugsvolumen um ein Vielfaches steigern lässt, weil ein grundsätzlicher Bedarf vorhanden ist. Auch die Vorgehensweise bei der Gründung von Firmen ist klar erläutert. Das System eines inländischen Supports gilt als vorteilhaft. Daher sollte die Aufzugsindustrie diese Herausforderung annehmen und die Chance zu ihrem Vorteil nutzen.

Zum Verfasser
Raja Venkatraman ist Geschäftsführer der Firma Fortune Consultants Ltd. in Asien mit Niederlassungen in Dubai, Abu Dhabi und Indien. Er ist Absolvent des Fachbereichs  Ingenieurwesen des angesehenen Indian Institute of Technology. Er absolvierte einen Lehrgang am angesehenen Indian Institute of Management sowie einen Lehrgang über internationale Beziehungen an der Bombay University. Mitte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts begann er seine Laufbahn in der Aufzugsbranche bei Otis und arbeitete anschließend für Mitsubishi.

Dieser Beitrag wurde anlässlich der ELEVCON Thessaloniki 2008 auf dem internationalen Kongress für die Technik des Vertikaltransports präsentiert und erstmals im IAEE-Buch „Elevator Technology 17“ veröffentlicht, das durch A. Lustig verlegt wird. Es handelt sich um einen Nachdruck mit der Genehmigung durch The International Association IAEE

 

6/2008