Ausgabe 6/2008


11/01/08

VFA-Interlift e.V, VFA-Akademie, Ihr Partner für Aufzugwissen


Ist man erst einmal in der Aufzugsbranche bleibt man ein Leben lang dabei. In kaum einer anderen Branche scheint es eine derart starke Bindung der Beschäftigten zu ihrem Produkt zu geben. Und das ist nicht nur in Deutschland der Fall.

Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 6/2008
Erstellt von: Editor

Warum eigentlich? In kaum einer anderen Branche sind die Schnittstellen zu anderen Gewerken, zu Architekten, Fachplanern, Bauherren so vielfältig wie im Aufzugsbau. Die Anforderungen an Spartenkenntnissen in der Planung, Konstruktion , Logistik und Montage sind hoch. Es gibt eine Vielzahl von Normen und Sicherheitsvorschriften, die berücksichtigt und erfüllt werden müssen.

Kein Wunder, wer so vielfältige Herausforderungen zu meistern hat, wird als Fachmann geschätzt und gebraucht, bis zur Rente oder darüber hinaus. Ein solcher Fachmann hat in der Regel auch viele Jahre dazu benötigt, um sich das aufzugsspezifische Fachwissen anzueignen. Traditionell wird man zum Aufzugsfachmann im Aufzugsunternehmen. Das Wissen wird von den Kollegen weitergegeben, es sammelt sich an durch Erfahrungen bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben und dem erfolgreichen Lösen der vielfältigen Problemstellungen. Das Prinzip „Learning on the Job“ ist nach wie vor die gängigste Art der Personalqualifizierung. Das gilt insbesondere für das Montage- und Wartungspersonal. In der Planung und im Management informiert man sich schon eher mal über technische Trends und gezwungenermaßen über die Normen und Vorschriftenlage.

Die systematische Personalentwicklung zur zielgerichteten Qualifikation der Beschäftigten ist in der Aufzugsbranche noch wenig ausgeprägt.

Jedoch werden die Aufzüge technisch laufend anspruchsvoller, die logistischen Aufgaben zunehmend komplexer und die zu beachtenden Regelwerke, Gesetze und Richtlinien können abenteuerliche Ausmaße annehmen. Dabei den Überblick zu behalten und alle Hürden zu nehmen kann schon mal zum Glücksspiel werden. Mit zunehmender Komplexität und Bürokratisierung steigen zudem die Haftungsrisiken der Verantwortlichen, sowohl bei den Aufzugsherstellern, deren Lieferanten, aber auch auf der Seite der Betreiber.

Learning on the Job ist wichtig im Aufzugsgeschäft und das wird zweifellos auch in Zukunft so bleiben. Ohne die darüber hinausgehende systematische und kontinuierliche Weiterbildung der Beschäftigten sind die Aufgaben und die Verantwortung der Unternehmen in den kommenden Jahren aber kaum mehr zu bewältigen.

Der VFA-Interlift hat das drängende Thema Aus- und Weiterbildung aufgegriffen und mit zu seinen wichtigsten Aufgaben erklärt. Mit der VFA-Akademie engagiert sich der Verband in hohem Maße für die Qualifi zierung von Beschäftigten in der Aufzugsbranche. Für alle Funktionsbereiche und Hierarchieebenen werden hochwertige Qualifizierungsmaßnahmen und Informationsveranstaltungen angeboten.

Die meisten Beschäftigten im „direkten Bereich“, haben entweder einen technischen Beruf erlernt oder ein technisches Studium mit Schwerpunkt Mechanik oder Elektrotechnik absolviert. Da es weder eine gezielte akademische Laufbahn noch einen spezifi schen Ausbildungsberuf für den Aufzugsbau gibt, ist gewissermaßen jeder ein
Quereinsteiger. Hinzu kommen Beschäftigte, die keine technische Eingangsqualifikation besitzen oder nicht bereits einen wesentlichen Teil ihres Berufslebens in der Branche verbracht haben .

Die Wahl für die richtige Qualifi zierungsmaßnahme richtet sich nach der derzeitigen Tätigkeit, ggf. der zukünftig angestrebten Tätigkeit und der Eingangsqualifi kation. Die VFA-Akademie bietet eine Reihe von hochkarätigen Informationsveranstaltungen an, die entweder selbst oder in Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern angeboten werden. Bei einigen Veranstaltungen wirkt sie unterstützend als ideeller Träger.

Die traditionellen und gut etablierten Veranstaltungen sind:

Schwelmer Symposium:
Jährliche Veranstaltung im Juni
Themen: Vorstellung von Produktneuheiten und Entwicklungstendenzen in der Aufzugsbranche
Zielgruppe: Inhaber, Geschäftsführer, das technisch orientierte Management
Kooperationspartner: Henning GmbH, Lift-Report

Kasseler Aufzugstage:
Zweijährig (gerade Jahre) im Wechsel zur Interlift im November
Themen: u. a. Haftung, Vorschriften, Steuerrecht, Marketing, Unternehmensführung, Personalführung, Branchenentwicklungen.
Zielgruppe: Die Kasseler Aufzugstage sollten als Pflichtprogramm für alle Inhaber, Geschäftsführer und Verantwortungsträger im oberen Management im Kalender stehen.

interlift-Forum:
Zweijährig (ungerade Jahre) während der interlift in Augsburg im Oktober
Themen: Aufzugsthemen mit Bezug zu aktuellen Präsentationen oder Informationen der Aussteller und Verbände.
Zielgruppe: Alle Besucher der interlift.
Kooperationspartner: AFAG

Heilbronner Aufzugstage:
Jährliche Veranstaltung im März
Themen: Regelwerke, Aufzugstechnologie, Innovationen, Entwicklungstrends.
Zielgruppe: Technisch orientiertes Management
Die VFA-Akademie unterstützt als ideeller Träger die Technische Akademie Heilbronn.

European Lift Congress Heilbronn:
Zweijährige englischsprachige Veranstaltung mit Simultanübersetzung ins Deutsche (gerade Jahre) im Wechsel zur interlift im September
Themen: Regelwerke, Aufzugstechnologie, Innovationen, Entwicklungstrends.

Zielgruppe: Technisch orientiertes Management
Die VFA-Akademie unterstützt als ideeller Träger die Technische Akademie Heilbronn.

                                                                                                                                                                                                                                           

Die VFA-Akademie hat seit Beginn 2008 in Kooperation mit dem VDI die Qualifizierung auf Grundlage der VDI 2168 in ihr Angebot aufgenommen. Die Mitglieder des Arbeitskreises Aus- und Weiterbildung erarbeiteten ein Konzept zur Umsetzung der VDI 2168 in ein praxisgerechtes Kursangebot. Entstanden ist ein Qualifizierungspaket, das in seiner Qualität und Vollständigkeit eine Spitzenstellung in der Qualifizierung von Personal in der Branche einnimmt. Das Qualifizierungskonzept deckt die Kategorien A, B und C gemäß der Definition nach VDI 2168 ab. Die Absolventen der Kurse erhalten nach bestandener Abschlussprüfung das Zertifikat nach VDI 2168 für die jeweilige Kategorie. Das Zertifikat verbrieft die erlangte Qualifikation nach festgelegten Kriterien und gewährleistet für die Beschäftigten und deren Arbeitgeber unverzichtbare Kenntnisse über technische Zusammenhänge und sicherheitsrelevante Vorschriften und Normen. 

Das Gesamtkonzept der Weiterbildung nach VDI 2168 basiert auf insgesamt vier Kursen. Der dreitägige Grundkurs A1 und der ebenfalls dreitägige Vertiefungskurs A2 führen nach Abschlussprüfung zum VDI-Zertifikat der Kategorie A. Die nachfolgenden Aufbaukurse B und C führen nach der jeweiligen Abschlussprüfung entsprechend zu den VDI-Zertifikaten B oder C.

In den Grundkurs A1 sind Teile des früher im ZFA-Roßwein angebotenen zweitägigen Kurses „Einführung in die Aufzugstechnik“ eingeflossen und mit weiteren Lehrinhalten ergänzt worden. Damit eignet sich der Grundkurs A1 sowohl für Personen, die umfassende Grundkenntnisse im Aufzugsbau erwerben wollen, als auch für Prozessverantwortliche wie Montageleiter oder Serviceleiter, die das Zertifikat nach Kategorie A anstreben. Aufgrund der großen Stoffmenge und damit verbunden die hohe Anzahl der notwendigen Unterrichtseinheiten wurde die Kategorie A in die zwei dreitägigen Kurse A1 und A2 gegliedert. Die jeweils zweitägigen Aufbaukurse B und C dienen Meistern und Projektverantwortlichen bzw. Ingenieuren und Fachplanern zur Erlangung des jeweiligen VDI-Zertifikates. Für 2008 waren drei Grundkurse A1 eingeplant. Aufgrund der sehr großen Nachfrage, der November-Kurs in Bergisch Gladbach war schon Monate zuvor restlos ausgebucht, wurde kurzfristig im Oktober ein weiterer A1 Kurs in Eltville angesetzt. Auch dieser war binnen kürzester Zeit voll belegt.

Die überwältigende Nachfrage nach den Weiterbildungsangeboten der VFA-Akademie zeigt, dass sie den Bedarf in der Branche richtig einschätzt und die passenden Angebote entwickelt. Bereits im kommenden Jahr 2009 werden weitere wichtige Qualifizierungsmaßnahmen vorgestellt und in das Programm aufgenommen.

Bei Fragen helfen Ihnen die freundlichen Damen der Geschäftsstelle des VFAInterlift e. V. gerne weiter. Sie können sich für Ihre Weiterbildung bei der VFAAkademie entweder telefonisch 040/ 72 73 01 50, per Fax 040/72 73 01 60, per E-Mail: info @vfa-interlift.de oder auf der Homepage: www.vfa-interlift.de informieren und anmelden. 

Andreas Hönnige

Vorstand Aus- und Weiterbildung

VFA-Interlift e. V.

 

6/2008