Ausgabe 1/2010


01/01/10

Wir bewegen die Aufzugswelt in Deutschland


VFA-Interlift e. V. – Verband für Aufzugstechnik

Der VFA-Interlift e. V. wurde 1987 als Verein zur Förderung der Anwendung von Aufzügen und Fahrtreppen (seit 1995: VFA-Interlift e. V. – Verband für Aufzugstechnik) gegründet.
Als Ziel definierten die 11 Gründungsmitglieder „die Förderung der Anwendung von Einrichtungen zur Personenbeförderung “. Die Initiative ging vom Mittelstand aus. Komponentenhersteller und -fachhändler sowie Aufzugshersteller gründeten eine Plattform, um ihre Interessen zu bündeln.

Der im ersten Jahr 30 Mitglieder zählende Verband ist inzwischen auf 150 Mitglieder – nicht nur aus Deutschland – gewachsen. Der VFA ist das Zuhause der deutschsprachigen Gemeinschaft in Fragen Aufzüge . Einmal im Jahr trifft sich der Verband zu seiner Mitgliederversammlung und auch zu verschiedenen anderen Anlässen.

Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 1/2010
Erstellt von: Editor
Auf geht’s!
Die erste große Aufgabe des jungen VFA war, die 1988 in München geplante internationale Fachmesse interlift mit Kongress fachlich zu unterstützen und aktiv zu gestalten. Die Veranstaltung wurde zu einem großen Erfolg. Mit der AFAG-Ausstellungsgesellschaft mbH Nürnberg- Augsburg wurde ein guter Partner zum internationalen Auf- und Ausbau der Messe gesucht und gefunden. Der VFA ist über Vorstand und Messebeirat maßgeblicher Gestalter dieser Veranstaltung.
Seit 1991 fand die interlift in Augsburg schon neunmal statt – jede Messe mit höheren Aussteller- und Besucherzahlen. Die interlift ist inzwischen die weltweit bedeutendste Aufzugs-Fachmesse auf 40 000 qm mit rund 500 Ausstellern aus fast 40 Ländern sowie annähernd 20 000 Besuchern, davon 50 % aus dem Ausland. Aus dem ersten Kongress ist inzwischen das VFA-Forum mit etwa 50 internationalen Vorträgen an allen Messetagen geworden. Und erstmals in 2009 veranstaltete der VFA auch vor Ort ein Training für die Aussteller „Fit und erfolgreich auf der Messe“.
Seit 1995 bietet der Verband seinen Mitgliedern auch die Möglichkeit, über Gemeinschaftsstände an Aufzugsfachmessen rund um die Welt teilzunehmen. Dies ist eine preiswerte und einfache Möglichkeit, sich zu präsentieren, erste Kontakte zu knüpfen und sich einen Überblick über die jeweiligen Märkte zu verschaffen. So war der VFA 2009 bereits in Moskau vertreten, für 2010 laufen die Vorbereitungen für Messeauftritte in Indien, China und Südamerika.
Auch auf nationaler Ebene zeigt sich der VFA auf anderen Fachmessen. Im Jahr 2008 fand ebenfalls in Augsburg die Messe b_free mit erneuter Unterstützung durch AFAG ihren Anfang. Diese Fachmesse legt ihr Hauptaugenmerk auf Aufzüge als Mittel für barrierefreie Gebäude.
Bündelung von Informationen durch Zusammenarbeit
Seit Gründung erfüllt der VFA die Verbandsziele „Herstellung und Pfl ege von Kontakten zu anderen einschlägigen Fachorganisationen im In- und Ausland, Herstellung, Förderung und Pflege von Kontakten zur Fachpresse im In- und Ausland, Mitwirkung in nationalen und internationalen Gremien, die sich mit der Erarbeitung und Fortschreibung von für die Aufzugstechnik bedeutsamen Fragen befassen“. Der VFA vertritt inzwischen die Mitgliederinteressen in einflussreichen nationalen, europäischen und internationalen Gremien. So hat er z. B. einen Sitz im Board der ELA European Lift Association und engagiert sich in allen ELA-Komitees. Er tauscht sich regelmäßig mit anderen nationalen Verbänden z. B. aus den USA, China, Italien, England aus. Auch aus vielen nationalen Kontakten mit deutschen Organisationen und Institutionen stammen detaillierte Informationen aus erster Hand für die Mitglieder.
Technische Regeln und Gesetze: Eine zuverlässige Geschäftsgrundlage
Gesetze, Normen, Richtlinien, Vorschriften und Verordnungen in ihrer Vielzahl und deren ständige Änderungen sind für den Einzelnen fast unüberschaubar. Ein „intimer“ Workshop und ein größerer Arbeitskreis „Normen“ mit Mitgliedern aus den Mitgliedsunternehmen bereitet alles Wichtige zu bestehenden Normen und Normentwürfen in leicht verständlicher Form auf und schafft damit eine wichtige Grundlage für das tägliche Geschäft. Mit der im Jahr 2000 eingerichteten Normen- Datenbank hat der VFA den Nutzen für seine Mitglieder nochmals deutlich erhöht.
Experten von Mitgliedsfirmen des VFA arbeiten auch regelmäßig in Gremien von DIN, CEN, ISO aktiv an der Entstehung neuer technischer Regeln mit. Zur Zeit läuft im VFA-Workshop Energie z. B. die Zuarbeit zur VDI-Richtlinie 4707 „Aufzüge–Energieeffizienz“. 2009 hat der VFA erstmals dazu auch eine Software „EnergyLabel“ herausgegeben, die bei der Anwendung dieser Richtlinie hilft.
Erwähnt sei auch, dass im Zuge der Harmonisierung die europäische Gesetzgebung und deren Umsetzung in Deutschland an Bedeutung gewinnt. Der VFA beobachtet auch diese Entwicklungen und nimmt dazu z. B. bei Ministerien Stellung.
VFA-Akademie: (Nahezu) alles über Aufzüge wissen und berichten
Ein weiteres Satzungsziel des VFA von Beginn an ist die „Förderung und Verbreitung von Erkenntnissen auf den Gebieten der Anwendung von Aufzügen“. Mit der 1993 ins Leben gerufenen VFA-Akademie kommt der Verband seiner Aufgabe zum Thema „Aus- und Weiterbildung“ nach. Diese Institution dient den Mitarbeitern/ innen der VFA-Mitgliedsunternehmen und anderen Interessierten als Ersatz für einen in Deutschland nicht vorhandenen Lehrberuf und/oder Studiengang „Aufzugstechnik“. Die Akademie basiert auf dem Einsatz hoch qualifizierter und erfahrener Dozentinnen und Dozenten sowie auf der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Organisationen der Wirtschaft.
Sie bietet zur Zeit drei verschiedene Informationswege an:
Aus- und Weiterbildung nach VDI 2168 seit Frühjahr 2008
Die Seminarreihe gründet sich auf die VDI 2168 „Aufzüge – Qualifizierung von Personal“. Die VFA-Akademie bietet hier eine umfassende Grundausbildung in drei Stufen für die verschiedenen Tätigkeitsbereiche – qualitätsgesichert durch den VDI Verein Deutscher Ingenieure.
Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten nach BGG 944 seit Frühjahr 2009
Diese Seminarreihe – abgestimmt mit der Berufsgenossenschaft – vermittelt eine zertifizierte Qualifikation im elektrotechnischen Bereich. Der Einsatz solch qualifizierter Mitarbeiter/innen entlastet den Unternehmer bei Gefährdungen der Arbeitssicherheit und möglicher strafrechtlicher Verfolgung von Unfällen.
Fachtagungen und Seminare
Die VFA-Akademie greift für wechselnde Zuhörer aktuelle (Fach-)Themen in verschiedenen Veranstaltungsformen auf. Schwelmer Symposium seit 2005: Das VFA-Mitglied Henning GmbH organisiert jährlich an ihrem Firmenstandort Schwelm eine Vortragsveranstaltung für  rund 150 Teilnehmer. Aktuelle Fachthemen werden im Detail vorgetragen und diskutiert. Kasseler Aufzugstage: Die Tagung behandelt alle zwei Jahre Management- Themen wie aktuelle Entwicklungen in Personalführung, Betriebswirtschaft, Marketing, Recht. Sie trägt dazu bei, den Fortbestand und das Wachstum der Aufzugsunternehmen zu sichern.
Neuigkeiten bekannt machen
Schon früh hat der Verband die Vorteile und Möglichkeiten des Internets erkannt und zum Nutzen seiner Mitglieder umgesetzt. Über das eingerichtete Archiv haben die Mitglieder Zugriff auf eine Fülle von Informationen. Die Internetseiten dienen den Besuchern über eine Mini- Homepage der Mitgliedsunternehmen auch als Einkaufswegweiser. Es gibt außerdem eine Restposten-Börse für Komponenten und eine Job-Vermittlung.
Der elektronische Newsletter „infoline” ist das regelmäßige Bindeglied zu den Mitgliedern zwischen den Treffen, voller aktueller Informationen „appetitlich“ aufbereitet.
Und von null Mitarbeitern im Anfangsjahr des Verbandes sind inzwischen in Hamburg fest angestellt drei Mitarbeiterinnen und die Geschäftsführerin professionell aktiv, um den Verband weiter voran zu bringen. Dabei werden sie legislativ und aktiv vom achtköpfigen Vorstand geleitet und begleitet. Für jeweils drei Jahre gewählter Vorsitzender ist Achim Hütter von Hütter Aufzüge GmbH in Glinde bei Hamburg.
Öffentlichkeitsarbeit für beste Resultate in der Aufzugsindustrie
2003 im „Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen“ konzentrierte der VFA seine Öffentlichkeitsarbeit auf den barrierefreien Zugang zu allen Gebäuden. Die vielen Aktionen erreichten ihren Höhepunkt im „Manifest von Augsburg für barrierefreies Planen und Bauen“, einem Beispiel für eine erfolgreiche VFA-Kampagne zum Nutzen der Aufzugsindustrie.
Im Jahr 2005 wurde vom VFA mit großer Resonanz ein Architektenwettbewerb zum Thema „Bauen im Bestand“ ausgeschrieben. Dies war ein weiterer Beitrag des Verbandes, die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für Themen rund um den Aufzug zum Wohle der gesamten Branche zu schärfen, so wie man es sich am ersten Tag der Gründung des VFA wohl gedacht haben mag.
Undine Stricker-Berghoff,
Dipl.-Ing. (TU) CEng MEI VDI,
Geschäftsführerin VFA-Interlift e. V.,
Hamburg
Informationen:
VFA-Interlift e.V.,
Hinschenfelder Stieg 17,
22041 Hamburg
Telefon: 040/72730150,
Fax: 040/72730160,
E-Mail: info@vfa-interlift.de,
www.vfa-interlift.de
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