Ausgabe 6/2009


11/01/09

Erfolgreiche interlift 09


Neue Halle
„Was gibt es Neues?” Diese weltweit bekannte Frage des Besuchers an den Aussteller ist natürlich auch auf der interlift 09 vom 13.–16. Oktober in Augsburg häufig gestellt worden, und jeder Aussteller konnte sie für sich gut beantworten. Die zehnte interlift, davon die letzten neun in Augsburg durchgeführt, konnte zwei Tatsachen verzeichnen, die bei den Vorgängerinnen nicht eintrafen. Erstens hat es während der internationalen Leitmesse der Aufzugsbranche geschneit. Das hat es in den Vorjahren nicht gegeben. Und zweitens konnte mit der interlift 09 die neue Halle 5 mit einer säulenfreien Grundfläche von 8000 Quadratmetern eingeweiht werden.
Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 6/2009
Erstellt von: Editor

Noch 2007 auf der Eröffnungsfeier wurde um die Finanzierung gerungen, aber die Zusage der Fertigstellung des damaligen Oberbürgermeisters hat sich erfüllt. Die neue Halle mit einer lichten Höhe von zehn Metern und modernster Ausstattung bietet der Messe Augsburg hervorragende Präsentationsmöglichkeiten. Des Weiteren vervollständigt sie in idealer Weise den geschlossenen Rundgang und bewirkt eine deutliche, Verbesserung der gesamten Messeinfrastruktur.

Gute Bewertung
Das hat sich schon auf der interlift 09 bewiesen, denn sie glänzte mit Rekordzahlen. Mit 480 beteiligten Ausstellern betrug trotz der weltweiten nicht rosigen Wirtschaftslage der Rückgang gegenüber der Vorveranstaltung nur etwa 2 %. Auch die Besucherzahl von 2007 wurde nur knapp verpasst: Rund 18 200 kompetente Fachbesucher aus mehr als 60 Ländern haben sich über Neuheiten und Trends des internationalen Aufzugsmarktes informiert. Der Ausländeranteil bei den Besuchern betrug 45 % und liegt damit weit über dem Durchschnitt bei internationalen Fachmessen in Deutschland. Diese Tatsachen beweisen einmal mehr, dass die interlift mit Recht als Leitmesse des weltweiten Aufzugsmarktes gesehen wird.
Auch Achim Hütter, Präsident des VFAInterlift e.V., fachlicher Träger der interlift, beurteilte die Messe und ihren Verlauf sehr gut:
„Ich bin beeindruckt von der ungeheuer positiven Grundstimmung auf der interlift 2009, ich stelle eine noch professionellere Konzeption und Gestaltung der Messestände als noch vor zwei Jahren fest. Und ich freue mich über die sehr, sehr hohe Zufriedenheit bei allen Beteiligten. Das ist vor dem aktuellen wirtschaftlichen Hintergrund mehr als wir erwarten konnten und stimmt mich im Hinblick auf die nächste interlift sehr optimistisch.”
Eröffnung
Schon mit der Eröffnungsveranstaltung der interlift 09 zeigte sich, dass in diesem Jahr Veränderungen stattgefunden hatten. Alle Vorveranstaltungen fanden imPanoramasaal des Kongresszentrums statt, heuer – dem Ereignis angemessen – wurden die neue Halle 5 und die interlift gemeinsam auf einer Veranstaltung im Foyer der neuen Halle eröffnet. Heiko Könicke, geschäftsführender Gesellschafter der AFAG Messen und Ausstellungs GmbH, war seine Erleichterung über die pünktliche Fertigstellung der neuen Halle anzumerken. Er konnte eine erlauchte Schar Offizieller begrüßen, angefangen mit der Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm, und dem Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Kurt Gribl. Als Präsident des veranstaltenden Trägerverbandes vergab Achim Hütter ein Triple A+ (AAA+) an die interlift. Erstens weil die Stadt den Mut zur neuen Halle gehabt hat, zweitens weil in der AFAG ein Partner bereitsteht, den man sich besser nicht wünschen könne, und drittens weil die Aufzugsindustrie Augsburg die Treue hält.
Heiko Könickes Ausflug in die Historie der interlift zeigte, dass viele Entwicklungsschritte notwendig waren, um den heutigen Stand zu erreichen. Die neue Halle 7 im Jahre 1994 war genau so notwendig wie die Halle 5 in diesem Jahr. Ohne das zielstrebige Engagement des VFA und der AFAG wäre Augsburg nie „aktueller Weltmeister” geworden. 68 % Ausländeranteil bei den Ausstellern und der hohe Anteil ausländischer Messebesucher aus 60 Ländern sind wirklich Daten, die die Bezeichnung „Weltleitmesse der Aufzugsindustrie” rechtfertigen. Als Messeplatz sieht sich Augsburg als Ergänzung zu den Standorten München und Nürnberg.
„Es ist angerichtet!” So begann Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl seine Begrüßungsworte auf der Eröffnungsfeier. Damit verband er gleich die schwierige Aufgabe für die Messegesellschaft, das neue, erweiterte Gebäude ausgiebig zu nutzen und neue Möglichkeiten im Messegeschäft für Augsburg herauszuarbeiten. In außergewöhnlichem regionalen Schulterschluss wurde das komplizierte Projekt gestemmt und in der Rekordzeit von nur einem Jahr fertiggestellt. An den Kosten für die neue Halle beteiligten sich neben dem Freistaat Bayern die Messegesellschafter als da sind die Stadt Augsburg, umliegende Landkreise, die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer. Unter dem Gesichtspunkt der Umwegrentabilität (= alle durch die Messe ausgelösten Umsätze) bringt eine erfolgreiche Messe einen guten zweistelligen Millionenbetrag in die Kassen der regionalen Wirtschaft. Darauf begründet wünschte er der interlift 09 ein gutes Gelingen und das hat sich – wie man jetzt im Nachhinein weiß – auch bewahrheitet. Sein Dank galt der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft (WBG), die sich durch ein eigens entwickeltes Finanzmodell stark engagiert hatte, wie auch der AFAG, die als Veranstalter der ersten Messe nach Fertigstellung stark in die Planungen einbezogen wurde. Für die Zukunft kann sich Augsburg als „Nischenmessestadt” sehr gut platzieren, denn es sind noch interessante Termine frei.
Ein interessanter Termin für Augsburg ist die Fußballweltmeisterschaft der Frauen 2011, weil die Stadt Austragungsort von Spielen ist. Aus diesem Grunde konnte als Gast auf der Eröffnungsfeier die vielfach ausgezeichnete Weltmeisterin und Weltfußballerin Birgit Prinz begrüßt werden. In einem erfrischenden Interview plauderte sie über die positive Entwicklung im Frauenfußball, aber auch eine hohe Erwartungshaltung wegen der letzten Erfolge.
Barbara Stamm, die Präsidentin des Bayerischen Landtages, sah die erfolgreiche und sympathische Fußballerin als Highlight der Eröffnungsfeier und übertrug den von ihr ausgestrahlten Optimismus auf die Entwicklung und Nutzung der neuen Halle. Es sei sicher ein Wagnis gewesen und habe Mut der Stadt gebraucht, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine neue Halle zu bauen. Aber Wagnis braucht Optimismus und die interlift hat den ersten erfolgreichen Schritt in diese Richtung gemacht. Ihr Plädoyer für die Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit beim Bauen zeigte nur, dass die Aufzugsindustrie auf dem richtigen Weg ist, denn eine Podiumsdiskussion im Rahmen des VFA Forums galt genau diesen Themen. Am Ende ihrer Ausführungen eröffnete sie gemeinsam mit Heiko Könicke die interlift 09.
Der Geschäftsführer der WBG, dem Bauträger der neuen Messehalle, Edgar Mathe, leitete dann über zur Schlüsselübergabe. Nicht ohne vorher zu bemerken, dass es retrospektiv Spaß gemacht habe das Projekt durchzuziehen, wenngleich das während der Bauzeit nicht immer der Fall gewesen sei. Unter der musikalischen Begleitung der „Lechtown Kneeoilers” wurde dann auf einem Gabelstapler der riesige Schlüssel gebracht, nicht aber ein goldener Hauptschlüssel, sondern – wie es sich bei einer technischen Ausstellung wie der interlift gehört – ein Riesenschraubenschlüssel.
Auf dem sich der Eröffnungsfeier anschließenden Rundgang konnten sich die Offiziellen einen Eindruck von den hervorragenden Ständen und dem internationalen Sprachengewirr verschaffen. Es wurde sicherlich zu 40–50 % Englisch gesprochen, wenn nicht gerade die Gesprächspartner aus dem gleichen Land stammten. Auffällige, weltbewegende Neuheiten gab es eigentlich nicht, aber bei genauerer Betrachtung hatten viele Hersteller wesentliche Feinheiten entwickelt, die in ihrer Gesamtheit dann doch wieder beachtenswert waren. Auf technische Neuheiten wird in einem Sonderartikel in der nächsten Ausgabe eingegangen.
Verbände und internationale Fachmedien hatten ihre Stände aufgrund des umstrukturierten Rundgangs an einem neuen Standort. Halle 2 war hervorragend in den Rundgang eingebunden. Die Fachmedien können sich nur bedanken für die großzügig ausgestatteten Stände und die gute Betreuung durch die Projektleitung.
Forum
Der Vortragsraum des Forums befand sich auch in Halle 2 und so kamen viele Teilnehmer zu Gesprächen an die Fachmedien- Stände. Etwa 1500 Zuhörer und Zuhörerinnen kamen zu 50 Vorträgen aus 13 Ländern. Programmiert und organisiert von Dipl.-Ing. (TU) Undine Stricker-Berghoff, Geschäftsführerin des VFA-Interlift e.V., und moderiert von Dipl.-Ing. Werner A. Boehm wurden Vorträge aus den Bereichen „Normen und Richtlinien”, „Neue Produkte und Dienstleistungen” als Firmenpräsentationen, Berichte über „Internationale Märkte” und „Nachhaltiges Bauen und Sanieren von Aufzügen” geboten. Alles wurde simultan ins Deutsche und Englische übersetzt. Barrierefreiheit und Energieeffizienz war das Thema einer Podiumsdiskussion, die den ersten Tag abschloss. Ein ausführlicher Bericht über das Forum erfolgt auf Seite 64ff. in dieser Ausgabe.
Zur Barrierefreiheit gab es eine Sonderschau in der Halle 2. Sie galt in besonderem Maße dem Zweck, die damit verbundene Problematik bewusst zu machen. Auch gesunde Menschen sollten sich frühzeitig dem Problemkreis öffnen und junge Bauherren möglichst schon Barrierefreiheit in geplanten Neubauten vorsehen. Wünschenswert wäre es, wenn der Gesetzgeber den beteiligten Akteuren mehr Vertrauen schenkt und nicht überall sofort strenge Regeln vorgibt. Das Institut Wohnen im Alter e. V. in Bad Tölz wurde 2003 gegründet zum Zweck, lebensgerechte und erstrebenswerte Lebensformen für ältere Menschen zu entwickeln und dadurch die gewünschte selbstständige Lebensführung vor allem in der gewohnten eigenen Umgebung zu fördern. Die Liftindustrie hat sich dieser Problematik in den letzten Jahren immer mehr gestellt.
Positive Aussagen
Wer Anschluss und Übersicht in der Aufzugsbranche halten und behalten will, muss auf der interlift vertreten sein. Auch wenn nicht alle namhaften Firmen der Branche als Aussteller beteiligt waren, als Besucher mit offenen Augen und fachkundigen Fragen waren sie schon vertreten. Fast ohne Ausnahme haben alle Aussteller die interessierten und sachkundigen Gespräche auf den Ständen bestätigt und ihnen ein hervorragendes Qualitätszeugnis erteilt. Die interlift ist eine ideale Kommunikationsfläche abseits des Tagesgeschäftes und extrem wichtig für eine gute Kundenbeziehung. Die vielen Auslandsbesucher verschafften den Ausstellern gute Erstkontakte zu neuen Kunden und lassen ein gutes Nachmessegeschäft erhoffen.
Professor Ren Tianxiao, Präsident der China Elevator Association, zeichnet ein positives Bild für die chinesischen Beteiligungen. Das Interesse an chinesischen Produkten ist groß gewesen und die interlift ist ein entscheidendes Tor zum internationalen Markt und Antriebsmotor für ein hohes Exportwachstum. Dieser positive Eindruck wird bestätigt durch eine repräsentative Ausstellerbefragung, bei welcher die guten Resultate von vor zwei Jahren trotz der schwierigen Wirtschaftslage fast wieder erreicht wurden. 66 % vergaben das Gesamturteil „sehr gut” und „gut”, 27 % sagten „befriedigend”. 70 % der Aussteller wollen auch in zwei Jahren wieder dabei sein und 30 % können momentan noch keine Auskunft geben.
Gastveranstaltungen
Die hervorragenden Räume des Kongresszentrums und die Tatsache, dass viele Mitglieder von Gremien sowieso in Augsburg sind, werden von Verbänden, Organisationen und Institutionen immer häufiger genutzt, Sitzungen während der interlift abzuhalten.
So hat z. B. die ELA (European Lift Association) mit ihrem Communication Committee getagt.
Im Augenblick konzentriert sich die Arbeit des Communication Committee auf das Thema Energieeffizienz sowie auf die Normen EN 115-1 und EN 115-2. Es geht besonders um die Sicherheit bei bestehenden Fahrtreppen und Laufbändern. Im Herbst veranstaltet die ELA ein Forum zu diesem Thema, denn bei den Fahrtreppen ereignen sich mehr Unfälle als bei Aufzügen. Es wurde ebenfalls über die nächste ELA-News diskutiert, die noch vor Ende des Jahres erscheinen soll. Der Präsident der ELA, Michael Chartron, vom French Fédération des Ascenseurs, nahm an der Sitzung teil, da er wegen der interlift in Augsburg war.
Am 15. Oktober fand auf der interlift 09 die konstituierende Sitzung des VDI-Fachausschusses Aufzugstechnik (VDI FA AUF) statt. Der VFA-Interlift e. V. unterstützte die Gründung dieses Ausschusses bereits im Vorfeld und arbeitete aktiv mit. Klaus- Peter Kapp, VFA-Vorstand „Normen”, wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt (Stellvertreter Horst Schickor). Klaus-Peter Kapp sieht in dem neuen Gremium eine neutrale Plattform zur Diskussion und geht davon aus, dass viel Wissen generiert und transferiert werden kann. 15 Experten kommen zweimal jährlich einen Tag zusammen. Die Aktivitäten des VDI zur Aufzugstechnik werden hier umgesetzt und es werden Schnittstellen zu anderen VDI-Fachbereichen genutzt. ThomasTerhorst, Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, freut sich auf die intensivere Zusammenarbeit mit dem VFA-Interlift , der sich ja auch schon als externer Schulungspartner für die VDI 2168 stark engagiert hat.
Ebenfalls am 15. Oktober fand der zweite EFESME-Kongress in Zusammenarbeit mit der ELCA (Europäischer Verband für Aufzugskomponenten) statt. Getagt wurde im Panoramasaal des Kongresszentrums. Während es beim ersten Kongress darum gegangen war, den neu gegründetenEuropäischen Verband der kleinen und mittleren Aufzugsunternehmen vorzustellen, ging es in diesem Jahr darum, die vielen Aktivitäten von EFESME und ELCA zu zeigen.
Nach Begrüßungsworten von Heiko Könicke, AFAG, folgten Statements der Präsidenten Jean-Claude Georges (EFESME), Matteo Volpe (ELCA) und Luc Rivet (ELA) sowie des Generalsekretärs der EFESME, Giovanni Ferrarini.
Unter dem Generalthema „Appropriate Regulations for Efficient Safety in the Lift Sector” wurden Vorträge von verschiedenen Referenten gehalten. Dr. Gina Barney sprach über die Energieeffizienz bei Aufzügen und Fahrtreppen in Verbindung mit der Energieeffizienz bei Gebäuden. Luciano Tattoli widmete sein Thema der Diagnostik von Aufzügen sowie der Befreiung von Passagieren aus Aufzügen. Beata Pich stellte die Frage, ob es Modifizierungen bei der Aufzugsrichtlinie geben sollte. Paolo Tattoli referierte über Aufzüge in seismisch aktiven Gebieten. Hierzu gab es wertvolle Erkenntnisse nach dem Erdbeben in Aquila.
Susan Mompalao de Piro moderierte die Veranstaltung, die simultan in vier Sprachen übersetzt wurde. Aus dem gut besuchten Auditorium wurden bei der Diskussion zahlreiche Fragen gestellt.
Social Events
Natürlich finden die wesentlichsten Begegnungen auf der interlift an den Ausstellerständen statt. Das ist auch gewollt, denn nur dort hat der Kunde die Möglichkeit, die Messeneuheiten zu sehen. Kontakte und Gespräche dagegen können auch bei anderen Begegnungen erfolgen.
So ist es eine schöne Tradition geworden, dass sich die internationale Fachpresse am Vorabend der Messe trifft. Auf Einladung des VFA-Interlift, der AFAG und des Lift-Reports kam man in diesem Jahr am Rande der Altstadt in einem kleinen italienischen Restaurant zusammen. Inzwischen kennt man sich sehr gut, sieht sich aber eigentlich nur auf Messen. Aus diesem Grunde ist es immer ein freudiges, interessantes Wiedersehen mit sehr informativen Gesprächen. Die Presse kann sich eigentlich nur wünschen, dass diese Veranstaltung fortgeführt wird.
Das „Round up 2009” für alle Aussteller fand am Ende des ersten Tages im Restaurant „Toscana” in Halle 2 statt. Eine Vielzahl von Gästen nutzte diese Plattform für interessante Gespräche. Am Abend des ersten Besuchertages konnte auch schon festgestellt werden, wie die bisher nicht einzuschätzende Besucheranzahl ausfallen würde. Ein nur ganz leichtes Minderaufkommen gegenüber der Vorveranstaltung sprach für die Hoffnung – die sich dann auch bewahrheitete – dass das Besucheraufkommen trotz der Wirtschaftslage in etwa gleich bleiben würde. Aus diesem Grunde herrschte eine lockere Atmosphäre und man spürte die Entspannung. Nachdem Achim Hütter, Vorsitzender des VFAInterlift , und Joachim Kalsdorf als Projektleiterder AFAG die Teilnehmer als Gastgeber begrüßt hatten, widmeten sich alle dem Buffet. Mit gutem musikalischen Hintergrund hielten es einige Teilnehmer recht lange aus.
Am zweiten Messetag traf man sich traditionsgemäß ab 12.00 Uhr auf dem VDMA-Stand in Halle 2 zu „guten Gesprächen ,Bockwurst und Bier”. Der Vorsitzende der Fachgruppe Aufzüge und Fahrtreppen im VDMA, Albert Schenk, konnte über 200 Gäste begrüßen. Die Mitglieder des Fachverbandes repräsentieren ca. 80 % des deutschen Neuanlagengeschäftes, welches „im ersten Halbjahr 2009 besser als erwartet gelaufen ist”, so Schenk. Das weitverzweigte Netzwerk des Fachverbandes war abzulesen an dem Branchenquerschnitt der Gäste. Betreiber, Planer, Aufzugsbauer, Komponentenhersteller, aber auch Mitglieder von ZÜS, Notified Bodies, der Handwerkskammer Hamburg und Hochschulen fanden sich zu lebhaften Gesprächen zusammen.
Immer zahlreicher werden die Einladungen zu Standpartys der einzelnen Aussteller. Wenn im Laufe des Tages informative Gespräche im „Busy to Busy- Bereich ” stattgefunden haben, so ist eine Standparty ab 17.00 Uhr eine gute Gelegenheit, den Tag locker ausklingen zu lassen. Die Veranstaltungen konzentrierten sich auf den zweiten und dritten Messetag und wurden sehr gut angenommen. Stellvertretend für alle anderen Veranstalter sei die Standparty der CAN in Automation GmbH erwähnt. Diese internationale Vereinigung von Anwendern und Herstellern, die CANopen unterstützen, wurde im Jahre 1992 als Non-Profit-Organisation gegründet. 32 Aussteller der interlift gehören ihr an und helfen mit, technische, produktbezogene und Marketing-Informationen rund um den CAN-Bus zu verbreiten. Dazu hatte man auf der Standparty gute Gelegenheit.
Nach einer von Ausstellern und Besuchern als gut und erfolgreich bewerteten Messe kann man eigentlich nur mit Optimismus nach vorn schauen. Die nächste interlift findet 2011 vom 18.–21. Oktober statt. Für den Projektleiter Joachim Kalsdorf gilt es nun, mit der Planung zu starten und auf den internationalen Messen in Indien (Mumbai), China (Langfang) und Brasilien (Sao Paulo) sowie der NAEC Convention in USA zu werben. Für alle Europäischen Aufzugsfirmen ist es eigentlich ein Muss, diesen Termin schon heute fest einzuplanen.
Dr. Peter Lauer
6/2009