Ausgabe 6/2009
11/01/09
Aus- und Weiterbildung mit der VFA Interlift Akademie

Qualitätssicherung durch gut weitergebildete Mitarbeiter/-innen ist wichtiger denn je. Der VFA unterstützt seine Mitglieder dabei durch ein breites Kursangebot.
Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 6/2009
Erstellt von: Editor
Die große Nachfrage – zum Ende dieses Jahres gibt es 143 A1-Absolventen! – hat den Verband veranlasst, das Kursangebot für das nächste Jahr auszuweiten. Für 2010 bietet die VFA-Akademie acht Grundkurse A1, vier Vertiefungskurse A2 und jeweils zwei Aufbaukurse B und C an. Auf Anfrage werden auch Inhouse-Seminare veranstaltet.
Die Kurse finden meist bei Mitgliedsfirmen statt, deutschlandweit und erstmalig auch in der Schweiz und in Österreich, so dass jeder Interessent einen Seminarort in seiner Nähe finden kann.
Die Seminarreihe gründet sich auf die VDI-Richtlinie 2168 „Aufzüge – Qualifizierung von Personal“. Die VFA-Akademie bietet hier eine umfassende Grundausbildung in drei Stufen für die verschiedenen Tätigkeitsbereiche – qualitätsgesichert und zertifiziert durch den VDI Verein Deutscher Ingenieure.
Arbeitgeber können in Zukunft beruhigter eine sogenannte „Befähigte Person“ nach den Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung BetrSichV und TRBS 1202 T3 benennen, wenn ihre Mitarbeiter/ innen die VFA-Weiterbildungen nach VDI 2168 besucht haben. Der Gesetzgeber fordert dafür regelmäßige Schulungsmaßnahmen, zu denen auch diese Seminarreihe zählt.
Die Erkenntnis setzt sich durch: Der Einsatz von Mitarbeitern, die eine Qualifizierung nach BGG 944 erworben haben, entlastet den Unternehmer des Aufzugsbaus in Bezug auf Gefährdungen der Arbeitssicherheit und möglicher strafrechtlicher Verfolgung im Falle eines Unfalls.
Was den „Großen“ in der Branche selbstverständlich ist, nämlich die regelmäßige interne Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zur qualifizierten Elektrofachkraft, ermöglicht der VFA auch dem Mittelstand: extern deutschlandweit, durch das Angebot dieser Kursreihe in Abstimmung mit der Berufsgenossenschaft.
Die VFA Akademie bietet 2010 zwei Kursreihen EFK nach BGG 944 an unter Leitung des Referenten Reiner Dummert, Elektromeister mit Ausbildereignungsprüfung und Technischer Betriebswirt, Safety Manager bei ThyssenKrupp Aufzüge Deutschland.
Das Weiterbildungskonzept nach VDI 2168 wurde – abgestimmt mit der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro – um Kurse für die „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Aufzugsbau (EFK)“ nach BGG 944 erweitert.
Als sogenannte festgelegte Tätigkeiten gelten: Warten, Reinigen, Einstellen nach vorgegebenem Auftrag (z. B. Wartungsauftrag) sowie Störungsbeseitigung und der Austausch von gleichartigen Bauteilen nach Montageanweisungen oder Konstruktionsplänen.
Die Installation von Baugruppen (wesentlichen Änderungen) oder Neuanlagen können durchgeführt werden, jedoch ist eine Inbetriebnahme nur durch eine Elektrofachkraft oder eine gesondert beauftragte Person zulässig.
Zielgruppe sind im Aufzugsbau tätige Montage- und Wartungsmitarbeiter/ -innen mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung, die eine zertifizierte Qualifikation im elektrotechnischen Bereich erwerben wollen. Der Einsatz solch qualifizierter Mitarbeiter entlastet den Unternehmer des Aufzugsbaus in Bezug auf Gefährdungen der Arbeitssicherheit und möglicher strafrechtlicher Verfolgung im Falle eines Unfalls.
Zugangsvoraussetzung für die EFK-Seminarreihe ist der Besuch des Grundkurses A1 nach VDI 2168 sowie eine abgeschlossene Lehre in einem Handwerk der HWK oder einem technischen Beruf der IHK und 2 Jahre Berufserfahrung in der Aufzugstechnik.

6/2009


