Ausgabe 6/2009
11/01/09
„Erfahrung trifft Enthusiasmus“ …
Die base engineering gmbh (die mit der Telefonzelle …) stellt sich vor
so beschreiben die Firmengründer Gilbert Baumann und Carsten Seemann die Gründungsphase der base engineering gmbh, die aus dem Kauf der Insolvenzmasse der base electronic gmbh ausgestattet wurde. Im Vorhinein war zudem noch eine Prise Naivität notwendig, um sich im Jahre 2004, ohne ein etabliertes Netz von Empfangszentralen, in einen besetzten Markt zu stürzen, verraten die beiden noch mit einem Lächeln.
Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 6/2009
Erstellt von: Editor
Die Erfahrung der base electronic gmbh wurde übernommen. Der Chefentwickler der base electronic und der Leiter des Telefonsupports konnten für das Projekt „Neuaufbau“ gewonnen werden.
85 000 aufgeschaltete Kabinen mit vier unabhängigen Notrufsystemen (FWG 85, FWG 90, System 99 und FWG 05), die vollkommen unterschiedlich in technischer Hinsicht und Topographie sind, sowie die Belieferung des Servitel-Programms der Schindler-Gruppe zwischen 1985 und 2000 und wieder ab 2006 sprechen für sich.

Die Anfänge …
waren überaus schwierig. Die zu lösenden Probleme waren vielfältig und mussten an allen Fronten gleichzeitig gemeistert werden. Ein neues Notrufsystem musste her, während gleichzeitig die anfallenden Reparaturbedürfnisse der noch im Feld befindlichen Altsysteme zu bewältigen waren.
Der Telefonsupport für die immerhin 25 000 aktuell aufgeschalteten Kabinen der Altanlagen war auf eine geregelte Basis zu stellen. Natürlich war auch eine komplette Empfangszentrale in Hard- und Software zu entwickeln. Ganz nebenbei mussten unter diesen Bedingungen auch noch neue Kunden geworben werden, in einem Markt der von Vertrauen und Zuverlässigkeit lebt.
Der erste Meilenstein …
war der erste Juni 2005. An diesem Tag wurde, nach rekordverdächtigen sechs Monaten von der Idee am Reißbrett bis zur Serienreife, die Nullserie des Notruf systems „FWG 05“ im Hause fertiggestellt.
In den folgenden vier Monaten wurde der jüngste Spross der FWG-Familie in einem umfangreichen Feldtest den harten Alltagsbedingungen in Bezug auf Störfestigkeit, Zuverlässigkeit und Bedienbarkeit unterzogen.
Die Tests verliefen zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Insbesondere die aufschaltenden Monteure lobten die gute , intuitive Bedienbarkeit. Dieser Punkt war besonders erfreulich, da alle Monteure lediglich die Montageanleitung vor Ort hatten, um ein ihnen unbekanntes Gerät zu installieren . Der Rest ist (Firmen)geschichte…

Die Gegenwart
Zur Zeit produziert die base engineering gmbh an ihrem Standort nördlich von Hamburg ca. 6000 Notrufgeräte im Jahr. Die Entwicklung, Produktion und die abschließenden Tests und Qualitätskontrollen im eigenen Haus, sind Firmenpolitik.
Hierzu der Geschäftsführer Technik und Entwicklung, Gilbert Baumann: „Wir sind auf diese Art viel schneller in der Reaktion auf Veränderungen am Telekommunikationsmarkt. Ein, wie sich in der Vergangenheit herausgestellt hat, unschätzbarer Vorteil für unsere Kunden. Geht nicht gibt es nicht. Unabhängig davon ist es zweifelhaft, ob eine komplette Fremdproduktion in Asien in unserem Sinne wäre“. Die Zahl der Kunden ist auf über 100 angestiegen. Viele von ihnen kamen durch Empfehlungen. Diese Entwicklung hält erfreulicherweise an.

Die Philosophie
Unser Ziel ist es, ein wettbewerbsfähiges Notrufsystem anzubieten, das alle Anforderungen des Kunden erfüllt. Das bedeutet nicht unbedingt, das günstigste Alarmgerät zu entwickeln. Viel eher heißt es, die kostengünstigste Lösung für unsere Kunden zu finden, wobei der gesamte Lebenszyklus und der gesamte Katalog von Anforderungen betrachtet wird, von der Bestellung über die Aufschaltung, Wartung bis hin zu eventuellen Reparaturen.
Die Stärken der Systeme
Das FWG 05 und jetzt auch das FWG 09 sind als Modernisierungs- und Nachrüstungssystem konzipiert. Eine einfache Zweidrahtverkabelung mit bis zu 10 Wählgeräten auf einer Telefonleitung, bei theoretischer Maximallänge der Querverbindung von 1,8 km, lassen den Kunden jeder Aufschaltungssituation gelassen entgegensehen.
Hilfsmittel wie Telefonanlagen oder Multiplexer werden nicht benötigt. Alle späteren Erweiterungen wie Triebwerkssprechstellen, Anbindungen von Datenfernübertragung unterschiedlicher Steuerungen, Video usw. sind auch nach Installation ohne Ergänzung der Verkabelung möglich.
Die den FWG-Systemen typische Dachmontage ist nicht nur schnell zu installieren, sondern auch ein effektiver Vandalismusschutz. Durch die einzigartige Konzeption betrifft der Ausfall eines Gerätes , auch innerhalb einer Gruppe, immer nur eine Kabine. Der Rest der Mehrfachanlage arbeitet komplett selbsttätig weiter.
Fernparametrierung, Betrieb über GSMAdapter usw. sind Standard. Die flexible Ausprägung der Softwarevariante „Pförtner“ zur Aufschaltung auf Rezeptionen ohne spezielle Empfangszentrale, von der einfachen Alarmsignalisierung bis hin zur voll EN 81 konformen Aufschaltung, sucht Ihresgleichen.
Durch die komplette Vorprogrammierung inklusive kundenspezifischer, zweisprachiger Kundenansage ist die Aufschaltung für den Monteur denkbar einfach. An dieser Stelle greift eine einzigartige Garantie:
Wer drei Minuten nach korrekter Installation keine Verbindung zur Empfangszentrale hat, kontaktiert unsere Supportabteilung.
„Sollten wir mit unserem Kunden das Problem aus der Ferne nicht analysieren und damit lösen können, sind wir innerhalb von 24 Stunden überall in Deutschland unentgeltlich vor Ort. Innerhalb von fünf Jahren ist dieser Fall aber noch nicht eingetreten“, so Jan Möller, der Leiter des Supports.
Die Stärken der Unternehmung
Support, Support und nochmal Support! Die Produktphilosophie ist konsequent ausgelegt auf Zuverlässigkeit, Bedienbarkeit und Aufschaltungsgeschwindigkeit. „Oder wie es unsere Kunden sagen: FWG – funktioniert wirklich gut“, so Carsten Seemann, der die kaufmännische Geschäftsführung innehat. „Es wäre widersinnig diesen Vorteil durch fehlenden Support nach dem Verkauf des Gerätes aufzugeben. Dieses Bestreben nach Kundenzufriedenheit geht bis zu kostenlosen Schulungen der Monteure vor Ort. Die Monteure sind diejenigen, die mit unseren Geräten tagtäglich arbeiten müssen. Der Vorteil der absoluten Nähe zum Kunden liegt für unser Haus auf der Hand.“
Die Zukunft …
heißt FWG 09. „Dieses System ist so, wie wir es in 2004 schon bauen wollten aber aufgrund des wirtschaftlich vorherrschenden Zeitdrucks nicht bauen konnten“, verspricht Gilbert Baumann.
„Die Reaktionen auf das FWG 09, im Rahmen unseres ersten Auftritts auf der interlift 2009 als Aussteller, waren durch die Bank derartig positiv, dass es uns manchmal wie ein kleines Märchen vorkam“, ergänzt Carsten Seemann.
Speziell der „base sound“ hatte es den Messebesuchern angetan. Über 80 potentielle Neukunden haben um Probeanlagen gebeten. Eine tolle Resonanz, die noch mehr Lust auf unsere Arbeit macht“, schließt sich Gerhard Baumann, der erfahrene Chefentwickler, an.
Nicht ganz klar ist jedoch, ob die Besucher wegen der lauten und klaren Beruhigungsansage des Vorführgerätes oder durch die mit viel Liebe restaurierte Telefonzelle auf den Stand gelockt wurden.
„Ist auch egal warum. Hauptsache sie waren da! Die Zukunft sieht gut aus bei der base engineering gmbh“, schließt Carsten Seemann das Gespräch.
base engineering gmbh, D-22851 Norderstedt
6/2009


