Ausgabe 4/2009


07/01/09

VII. Schwelmer Symposium – Wie immer: ein Erfolg!


„Never change a winning team!“ Diese englische Weisheit kann man auch auf das Schwelmer Symposium übertragen. Termin, Ort, Ablauf und Organisation sind feste Bestandteile für ein gutes Gelingen. In den vorhergehenden Jahren wurden genügend Erfahrungen gesammelt, und so ist es nicht verwunderlich, dass die Veranstalter nicht viel geändert hatten. Das volle Haus mit Rekordbeteiligung war ein eindeutiger Beweis: Die Veranstaltung wird von den Teilnehmern voll angenommen. Am 15./16. Juni hatte man wirklich den Eindruck, die Aufzugsbranche hätte sich vollzählig in Schwelm versammelt. Die drei Veranstalter (Henning GmbH, VFA Interlift + Akademie e. V. und Lift-Report) hatten aber auch mit 24 Referaten quer durch die neueste Technik der Branche und ausgesuchten Referenten die Tage gut gefüllt. Eine Schwerpunktbildung aus den unterschiedlichen Themenbereichen war gelungen.

Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 4/2009
Erstellt von: Editor

Neu war nur die Moderation durch Klaus-Peter Kapp, Vorstandsmitglied des VFA Interlift . Erfahren durch viele Vorträge aus dem Normenbereich führte er souverän durch die beiden Tage und blieb genau im vorgegebenen Zeitrahmen. Auf die einzelnen Vorträge wird hier nicht weiter eingegangen, denn sie stehen auf der Homepage der Henning GmbH zum Downloaden zur Verfügung (www.henning-gmbh.de). Schon der erste Vortrag über Nachhaltigkeit und Werterhalt bei Aufzügen machte klar, dass unter der Maxime der Wirtschaftlichkeit ressourcen-sparend und umweltschonend gearbeitet werden muss, um Gesundheit und Komfort der Nutzer zu fördern. Qualität, Sicherheit und Transparenz müssen geboten werden unter Einhaltung der Anforderungen der Ökologie, der Ökonomie und der besten Funktionalität. Um das zu gewährleisten, muss es Informations-, Kommunikations- und Messsysteme geben, die ineinander übergreifen.

Die grundsätzlichen Ansprüche an eine moderne Produktion zogen sich eigentlich durch alle Vorträge. Ob es der CANopen- Vortrag und die darin beschriebene Entwicklung zur standardisierten Kommunikation im Aufzug war, ob die Anforderungen für die Behindertennutzung, ob die Vorstellung zur Berechnung der Seillebensdauer oder ob Rückhaltesysteme bei der Beanspruchung des Türblattes im Gewaltfall: Neue Entwicklungen werden gemacht, um besser und sicherer zu produzieren. Auch die Weiterentwicklung der Normen und Regeln erfolgt unter Beachtung dieser Gesichtspunkte. Es wird sicherlich nicht mehr lange dauern, bis Energiezertifikate für Aufzüge nicht mehr nur freiwillig, sondern eine normative Forderung sind.
Aus vielen Vorträgen konnten Anregungen für die tägliche Arbeitsverbesserung mitgenommen werden und es gab Hinweise für neue, praxistaugliche Produkte und Dienstleistungen. Bei der Referentenbewertung lagen diejenigen Themen vorn, die das Problem in den Vordergrund stellten und nicht so sehr die Firmenbezogenheit. Die gute Unterstützung des Vortrags mit übersichtlichen Folien haben sich auch positiv auf die Bewertung ausgewirkt. Insgesamt gesehen waren es wieder zwei Tage mit hervorragenden Vorträgen und vielen ergänzenden Fachgesprächen.
Das einmalige Umfeld in „Haus Friedrichsbad“ trägt sicherlich nicht unwesentlich zum Gelingen des Symposiums bei. Auch wenn der Grillabend nicht im Freien stattfinden konnte – Dirk Henning, was hat Deinen guten Kontakt „nach oben“ gestört? – tat das der guten Stimmung keinen Abbruch. Der Liftreporter musste allein nach Hause fahren, weil seine Kollegin sagte: „Nein, ich bleibe noch, ich habe eine andere Fahrgelegenheit.“ Das sagt doch alles. Wer’s versäumt hat teilzunehmen, das VIII. Schwelmer Symposium findet statt am 14./15. Juni 2010. Die ersten Vorbereitungen laufen schon, und ganz Schnelle haben sich auch schon angemeldet .
Dr. Peter Lauer
4/2009