Ausgabe 2/2009


03/01/09

Software „EnergyLabel“ als Grundlage


VFA-Interlift etikettiert Aufzüge nach VDI 4707

Im März 2009 erschien der „Weißdruck“ der VDI 4707 Blatt 1 „Aufzüge – Energieeffizienz“. Der VFA-Interlift hat an der Entstehung aktiv mitgewirkt durch die Entsendung ehrenamtlicher Mitarbeiter aus Mitgliedsunternehmen in den Richtlinien- Ausschuss.
Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 2/2009
Erstellt von: Editor

Nun bietet der Verband für Aufzugstechnik Aufzugs- und Aufzugskomponenten- Herstellern auch seine Unterstützung bei der praktischen Umsetzung der neuen VDI-Richtlinie an. Es müssen die Fragen der Kunden nach Energieverbrauch und Energiekosten beantwortet und sichtbar gemacht werden.

So tagt der VFA-Workshop Energie mit rund zehn eingeladenen Mitarbeitern von VFA-Mitgliedsfirmen unter der Leitung der VFA-Geschäftsführerin Undine Stricker- Berghoff mehrfach im Jahr, um die vielen Energie-Aktivitäten des Verbandes zu koordinieren, umzusetzen und voranzutreiben. Gerade hat die neue Zuarbeit zur VDI 4707 Blatt 2 „Aufzugskomponenten“ auf der ersten Sitzung des VDI-Richtlinien- Ausschusses am 5. Februar 2009 beim VDI in Düsseldorf begonnen. Der VFA-Workshop liefert auch Beiträge zu der ELA-Working Group „Energy + Ecology“ sowie dem ELA-Projekt E4 „Energy Efficient Elevators and Escalators“. Die Arbeiten werden auf der nächsten VFA-Mitglieder-Versammlung am 23. April 2009 in Bad Honnef präsentiert und auf dem VFA/VDI/ VDMA-Aussprachetag am 28. 04. 09 in Stuttgart diskutiert.
Eine Arbeit des VFA, die Entwicklung des VFA-Energie-Labels, soll hier als Beispiel für die Energie-Aktivitäten detaillierter vorab vorgestellt werden:
Die Software EnergyLabel unterstützt Aufzugs-Hersteller, -Betreiber, -Serviceunternehmen und -Sachverständige bei der Erstellung von Energiezertifikaten für Aufzüge nach VDI 4707. Nach den Regeln der VDI 4707 wird die Energieeffizienzklasse, der Leistungsbedarf im Stillstand, der spezifische Fahrtbedarf und der Jahresenergiebedarf des Aufzuges berechnet und die entsprechende Dokumentation erzeugt. Dazu sind neben den Kenndaten des Aufzuges, wie Gegengewichts aus gleich, Nenngeschwindigkeit und Nenn last, die gemessenen Energiebedarfe für die nach VDI 4707 durchgeführten Referenzfahrten einzugeben.
Die Software unterstützt den Benutzer dabei besonders durch die folgenden Features:
Neue, vom Benutzer eingegebene Aufzugskomponenten werden mit den relevanten Kenndaten in einer selbstlernenden Datenbank gespeichert und stehen damit auch für spätere Projekte (Aufzüge) zur Verfügung.
Die Software verfügt über eine Internet-Update-Möglichkeit. Dadurch ist gewährleistet, dass beispielsweise Änderungen in der VDI 4707 sofort in die Berechnungder Energiezertifikate einfließen können.
Das eigentliche Energiezertifikat und der Report, bestehend aus Rechengang und Eingangsgrößen, kann zu Dokumentationszwecken nicht nur gedruckt, sondern auch im PDF-Format digitalisiert archiviert werden.
Ein spezielles Tool hilft bei der Bestimmung der Nutzungsklasse, die durch die durchschnittliche Fahrtzeit des Aufzuges pro Tag definiert wird. Die Nutzungsklasse des Aufzuges bestimmt maßgeblich die Energieeffizienzklasse des Aufzuges.
Die Software wurde von der Firma Henning GmbH in Schwelm für den VFA entwickelt. Die darin genutzten Rechenverfahren und deren Umsetzung werden auf ihre Richtigkeit von der DEKRA geprüft, was dem Nutzer und dessen Kunden zusätzliche Sicherheit bei der Anwendung gibt. Die Software wird ab ca. Mai 2009 beim VFA zu kaufen sein.
Tim Ebeling, Leiter Entwicklung,
Henning GmbH, Schwelm
Undine Stricker-Berghoff, Geschäftsführerin,
VFA-Interlift e.V., Hamburg
2/2009