Ausgabe 6/2004


11/01/04

VDMA/VFA-Workshop INTERFACES tagte in Frankfurt


Am 28. September 2004 tagte der vom Fachverband Aufzüge und Fahrtreppen im VDMA (FV AuF) und vom VFA-Interlift, Verband für Aufzugstechnik (VFA) gemeinsam ausgerichtete Workshop INTERFACES zum wiederholten Mal in Frankfurt am Main. Gastgeber war der FV Aufzüge und Fahrtreppen im VDMA.

Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 6/2004
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Der Workshop wird geleitet von Werner Boehm, Geschäftsführer des VFA-Interlift, Verband für Aufzugstechnik. Für die Organisation und Ausrichtung des Workshops ist Ebru Gemici, stellvertretende Geschäftsführerin des Fachverbandes Aufzüge und Fahrtreppen im VDMA zuständig. Lars Kollmorgen, Leiter des Komitees Komponenten des FV Aufzüge und Fahrtreppen im VDMA ist stellvertretender Leiter des Workshops.
 
Die guten Arbeitsergebnisse des Workshops sind vor allem der tatkräftigen Mitarbeit von weiteren 16 Experten des FV AuF und des VFA zu verdanken.
 
Der Workshop hatte sich zur Aufgabe gestellt, die Schnittstellen zwischen den Komponenten der elektrischen Ausrüstung von Aufzügen zu standardisieren. Damit sollten Fehler zwischen Komponenten unterschiedlicher Hersteller vermieden werden und als Konsequenz hieraus die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Aufzuges erhöht werden.
 
Als Ergebnis der bisherigen Arbeit des Workshops liegen nun vier VDMA-Einheitsblätter vor:
 
  • VDMA 15300, Aufzüge, Kennzeichnung der Signale der Drehimpulsgeber
  • VDMA 15303, Aufzüge, Anschlussbelegung der parallelen Schnittstellen an Umrichtern
  • VDMA 15317, Aufzüge, Anschlussbelegung der seriellen Schnittstellen UART
  • VDMA 15318, Aufzüge, Anschlussbelegung der Schnittstellen und Kennzeichnung der Signale an Türsteuergeräten.
Über die VDMA-Einheitsblätter wird in den DIN-Mitteilungen berichtet und damit Details und Angaben zu deren Verfügbarkeit veröffentlicht. Weitere Angaben sind auch den Websites der beiden Verbände zu entnehmen.
 
Die Mitglieder beider Verbände sind nun aufgerufen, diese VDMA-Einheitsblätter bei Neuentwicklungen ihrer Komponenten und natürlich auch bei deren Anwendung zu berücksichtigen. Auf europäischer Ebene werden die VDMA-Einheitsblätter in den zuständigen ELA-Komitees beraten mit dem Ziel, sie in absehbarer Zeit in die CEN-Normung einzubinden.
 
Der Workshop arbeitet bereits an weiteren Themen, die ebenfalls in neu zu erstellende VDMA-Einheitsblätter eingebracht werden sollen. Es sind
 
  • Interfaces bei Notrufeinrichtungen
  • Interfaces bei Bedienungs- und Anzeigeelementen
  • Interfaces von Schachttüren zum Gebäude hin.
Die letztgenannte Schnittstelle betrifft nicht die elektrische Ausrüstung des Aufzuges, ist aber in der Projektierungsarbeit für Aufzüge von allergrößter Bedeutung.
 
Erste Diskussionsergebnisse zu
 
  • Merkmale, Bemessungs- und Beurteilungskriterien für verschiedene Aufzugsklassen im Sinne der Qualität und des Komforts
und zu
 
  • Anforderungen an den Energieverbrauch von Aufzügen
liegen ebenfalls bereits vor. Bei diesen Themen wird auf bereits vorliegende Arbeitspapiere aus der internationalen Fach-, Verbands- und Normungsarbeit zurückgegriffen. Auch aus der Praxis und aus anderen Fachgebieten liegen Erfahrungen vor, auf die bei der weiteren Arbeit des Workshops Bezug genommen werden kann.
 
Der gemeinsame Workshop des FV AuF im VDMA und des VFA-Interlift leistet also einen wichtigen Beitrag zur weiteren Standardisierung im Aufzugbau mit dem vorrangigen Ziel, Fehler an den Schnittstellen von Komponenten zu vermeiden und damit die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Aufzüge zu erhöhen.
Werner Böhm

 

6/2004