Ausgabe 2/2005
03/01/05
Spiel mit Licht und Glas
Dr. Peter Lauer
In München steht nicht nur ein Hofbräuhaus, sondern schon seit langen Jahren gibt es dort mit der Meiller Aufzugtüren GmbH einen Komponentenhersteller, der sein Handwerk versteht. Wann und wo immer in Deutschland der Weg mit einem Aufzug nach oben führt, kann es sein, dass dieser Aufzug durch eine Meiller-Tür betreten wird. Das Leistungsangebot reicht dabei von der Standardausführung bis zur in Größe, Ausführung und Materialanforderung höchstwertigen Sonderlösung. Über die Hälfte der Produktion sind projektspezifische Sonderanfertigungen.
Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 2/2005
Erstellt von: Editor
Die Türen können in Technik und Architektur – ob im normalen Wohnhaus oder im modernen Bürohochhaus – stets den Wünschen von Architekt, Planer und Betreiber angepasst werden. „Geht nicht gibt es bei uns eigentlich nicht“, erklärt der Geschäftsführer des sehr flexibel arbeitenden Unternehmens Wolfgang Nothaft mit glaubhaftem Nachdruck.
Das gut 100 Leute starke Team aus München bietet natürlich nicht nur Türen, sondern durch ein seit Ende 2003 neu aufgebautes, marktorientiertes Akquisitionssystem zusätzlichen Nutzen wie z. B. durch lange Dauertests erprobte neue Materialien und immer beste Qualität, eine kundennahe Betreuung, ein Konstruktionssystem, welches ein schnelles Eingehen auf alle Änderungswünsche gewährleistet und ein Einbeziehen von Kundenideen in die ersten Kontaktgespräche. Thomas Lernet, der Konstruktions- und Entwicklungsleiter gibt offen zu, dass etwa 30 % der Ideen für eine Spezialanfertigung vom Kunden kommen. Auf die Umsetzung seiner Gedanken von der Konstruktion übers Design bis zur Produktion kann er sich natürlich bei der Meiller Kompetenz verlassen.
Vielseitigkeit ist beim Meiller Programm eine Grundlage der Firmenphilosophie. Von 2- bis 6-flügeligen (Teleskop-)Schiebetüren reicht das Standardprogramm über ein bewährtes System für beengte Verhältnisse im Schacht, über größtformatige Lastenaufzug-Türen in schwerer Qualität bis hin zu Drehtüren, Gliederschiebetüren, Glastüren für Anforderungen des Eisenbahnbundesamtes (EBA), explosionsgeschützte Ausführungen sowie formstabile Thermolit®-Hightech-Türblätter für den Außenbereich. Hierbei wird mit Wärmeleitprofilen gearbeitet, um bei starken Temperaturschwankungen (Sonneneinstrahlung im Außenbereich) ein Verformen und damit eine Störanfälligkeit zu verhindern.

Beim Durchgang durch den Betrieb erschien es dem Reporter, als ob bei der Oberflächengestaltung der Türen und der Materialwahl kein Kundenwunsch offen bleibt. Die Oberfläche der Tür kann verzinkt oder verkleidet z. B. mit Edelstahl sein, kann mit Holzfurnieren oder Glaspaneelen ausgestattet sein, kann pulver- oder sonderbeschichtet sein oder mit geätzten oder sandgestrahlten Mustern nach Kundenvorgaben gestaltet werden. Das Münchner Unternehmen beschäftigt sich besonders mit dem Material Glas. Licht und Transparenz wird so in die Aufzugskabine gebracht und die moderne Architektur macht sich dies zu Nutze, indem sie durch geschickte Position des Aufzuges im Gebäude Ein- und Ausblicke gewährt, die früher nicht möglich waren.
Besonders der moderne Bürobau fordert häufig auch für die Aufzugstür helle, elegante Materialien und da ist natürlich Glas gefragt. Meiller ist Spezialist für Glastüren im Aufzugsbau und hat viel Entwicklungsarbeit in dieses Material gesteckt. Und das mit Erfolg! Heute werden Türen von hoher Eleganz mit allseitig gerahmten Glastürblättern ebenso selbstverständlich gefertigt wie Glastürblätter mit Beschlägen oder Punkthalterungen. Dabei stehen verschiedene Tönungen zur Verfügung und durch Ätzen oder Sandstrahlen können zusätzlich zahlreiche effektvolle, elegante stets helle Lösungen angeboten werden.
Als einziger Aufzughersteller bietet Meiller das geschützte System optilight® an. Dabei entstehen durch das Zusammenspiel von Licht und Glas besondere Effekte, die natürlich von designbewussten Architekten geschätzt werden. Ebenfalls erhältlich ist die Ausführung privalite, hierbei handelt es sich um ein Verbundsicherheitsglas mit eingebetteten Flüssigkeitskristallen, die in Sekundenbruchteilen milchiges Glas in transparentes verwandeln. Diese kreativen und innovativen Gestaltungsmöglichkeiten wirken spielerisch und leicht und lassen das Aufzugfahren für den Benutzer oftmals zum Erlebnis werden.
Bei aller spielerischen Leichtigkeit werden Materialien verwandt, die eine hohe Belastbarkeit gewährleisten. Daneben ist selbstverständlich die Sicherheit oberstes Gebot. Ausgereifte Komfort- und Hochleistungsantriebe, natürlich frequenzgeregelt, mit Drehstrommotor oder als geregelter, leistungsstarker Gleichstromantrieb sorgen für fast lautlose Bewegung. Hinter allem steckt ein jahrelanges Know-how und ein starkes Engagement von Geschäftsführung und Belegschaft. Das spürt man beim Rundgang und im abschließenden Gespräch.

Ca. 400 Türen werden wöchentlich bei Meiller fertig gestellt und vom Auftragseingang bis zur Auslieferung sind bei Standardtüren 4–6 Wochen anzusetzen. Bei speziell für den Kunden entwickelten Sonderkonstruktionen verlängert sich die Lieferzeit in Abhängigkeit vom Projektvolumen. Ein nur von Meiller erhältlicher, voll parametisierter Produktkatalog, welcher auch vom „Nichttechniker“ leicht zu bedienen ist, erzeugt die Bauteilgeometrie der gewünschten Tür in der Vorder-, Seiten-, und Draufsicht. Auf Knopfdruck kann diese ins eigene CAD-System übernommen und bei Bedarf sogar überarbeitet werden. Der Architekt, Planer und Aufzugbauer hat dadurch bei der Erstellung der Anlagepläne ein erhebliches Einsparpotenzial.
Meiller Systeme bewähren sich besonders bei Ausbauten und Modernisierung. Gerade in den letzten Jahren kommt diesem Thema immer stärkere Bedeutung zu.
Ein besonderes Modernisierungskonzept wird mit dem Rolltor genius® angeboten. Es wurde speziell für Fahrkörbe ohne Abschlusstür entwickelt. Der große Vorteil gegenüber anderen Konzepten liegt darin, dass seitlich von der Kabine jeweils nur 125 mm Anbauraum benötigt werden.
Die neue Führung hat Verhaltensschulung und Teamgefühl zum Führungsthema gemacht und das mit großem Erfolg. Die neue Unternehmenskultur ist überall spürbar und greift bis zur Beratung und dem Service vor Ort beim Kunden durch. Das Unternehmensziel, die Festigung der Position im Markt, wird konsequent verfolgt.
2/2005


