Ausgabe 2/2005
03/01/05
Moderne Technik im Aufzug
III. Schwelmer Symposium – 2. und 3. Juni 2005, Schwelm
Am 2. und 3. Juni 2005 findet in Schwelm zum dritten Male das Schwelmer Symposium statt.
In diesem Jahr werden moderne Technik im und um den Aufzug von kompetenten Referenten beleuchtet.
Anmeldungen sind noch bis zum 30. April 2005 bei der Firma Henning GmbH in Schwelm möglich.
Kategorie: Fachaufsaetze Ausgabe 2/2005
Erstellt von: Editor
Einfluss von neuen VDI-Richtlinien auf die technische Entwicklung im Aufzugbau
Zum Zukunftsmarkt „Aufzüge“ wird unter dem Gesichtspunkt des technischen Fortschritts über die Wirkung von Richtlinien des VDI berichtet. Diese werden durch ihre Wirkung als genau so wichtig angesehen wie Deutsche Industrie-Normen und Patente.
Die Impulse der VDI-Richtlinienarbeit für Aufzüge werden mit praktischen Beispielen verdeutlicht, die zu einem Wachstum von Innovationen für Aufzugsanlagen und zu einem sicheren, kostenoptimierenden Betrieb führen.
Friedhelm Meermann, WIFA Liftagentur
Aufzüge ohne Fahrkorbtür baumustergeprüft nach Aufzugsrichtlinie
Die vermehrt angebotenen Aufzüge ohne Fahrkorbtür haben bei Aufzugsherstellern und benannten Stellen einen Marktdruck erzeugt, solche Produkte baumustergeprüft auf Grundlage der Maschinenrichtlinie in Verkehr zu bringen. In dem Vortrag wird anhand einer vom RWTÜV durchgeführten Baumusterprüfung gezeigt, dass es möglich ist, Aufzüge ohne Fahrkorbtür auf der Grundlage der Aufzugsrichtlinie in Verkehr zu bringen.
Burkhard Imken, RWTÜV Systems GmbH
Moderne 3D-Kameratechnik zur Absicherung von Aufzugstüren
Die Mini 3D-Kamera ESPROS/TOF von CEDES bietet neue, bisher unbekannte Möglichkeiten in der Erfassung unserer komplexen dreidimensionalen Umwelt. Als Basistechnologie dient die Messung der Lichtlaufzeit. Ähnlich dem Menschen kann ESPROS/TOF die komplexe Wirklichkeit in drei Dimensionen erfassen und wiedergeben. ESPROS/TOF wurde Oktober 2003 mit dem IST-Grand Prize, dem weltweit bedeutendsten Preis für Errungenschaften in der Informations-Technologie, ausgezeichnet.
Gerhard Bräuer, Cedes AG
Symbiose: Aufzugssteuerung und Frequenzumrichter verschmelzen zu einem Modul
Der überwiegende Anteil der heutigen Aufzüge bzw. Aufzugsantriebe werden mittels Frequenzumrichter geregelt. Es stellt sich die Frage, warum müssen Frequenzumrichter und Aufzugssteuerungselektronik zwei getrennte Module sein? Bietet eine Zusammenführung beider Geräte nicht wirtschaftliche und technische Vorteile? Der Vortrag stellt die Verschmelzung von Aufzugssteuerung und Frequenzumrichter dar. Sowohl im mechanischem Zusammenführen als auch beim Austausch von Daten und Befehlen werden neue Wege aufgezeichnet.
Peter Zdun, INTEC GmbH
Neuorganisation des Prüfwesens im Bereich Aufzüge
Mit der Umsetzung der EG-Richtlinie 95/16/EG veränderte sich 1997 das Prüfwesen zum Inverkehrbringen von Aufzügen innerhalb der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Das Recht, Aufzüge vollständig in Verkehr zu bringen, blieb in der Bundesrepublik Deutschland auf Grund der damaligen Gesetzgebung aber weiterhin den Technischen Überwachungsvereinen vorbehalten. Erst die Novellierung des damaligen Gerätesicherheitsgesetzes im Jahr 2000 zusammen mit dem In-Kraft-Treten der Betriebssicherheitsordnung zum 1. 1. 2003 ermöglichte es auch anderen benannten Stellen, die in der Aufzugsrichtlinie beschriebenen Prüfungen ohne die bis dahin zusätzlich erforderlichen Ordnungsprüfungen vorzunehmen.
Weiterhin überführt die Betriebssicherheitsverordnung das personenbezogene Prüfwesen in ein organisationsbezogenes. Hieraus ergeben sich neue Möglichkeiten hinsichtlich der Durchführung von Prüfungen für Betreiber und Prüforganisationen.
Der Vortrag soll einen Überblick über die Zusammenhänge des Prüfwesens an Aufzugsanlagen geben. Zusätzlich werden die durch die Betriebssicherheitsverordnung neu geregelten Zuständigkeiten von Sachverständigen und Prüforganisationen sowie die damit verbundenen für Montagebetriebe, Aufzugsbetreiber und Prüforganisationen aufgezeigt.
Dipl.-Ing. Stefan Vikuk, DEKRA Testing & Inspection GmbH
Berührungslose Positionserfassung der Aufzugskabinen
Das berührungslose Positionssystem USP nutzt ein zukunftsweisendes Wirkprinzip. Losgelöst von herkömmlicher Magnetschaltertechnik oder bekannten Drehgebersystemen bietet USP Kostenersparnis auf Grund des einfachen Aufbaus und der Wartungsfreiheit. Das System kann mit aktuellen Steuerungssystemen kommunizieren und ist so die Basis für einen Technologievorsprung.
Stefan Dürholt, K.A. Schmersal GmbH
Der Siemens AT – New Generation 18
Eigentlich ganz unscheinbar und doch dirigiert der AT alles ganz souverän.
Er entwickelt sich etwas weiter, ist flexibel und passt sich veränderten Anforderungen und Bedingungen perfekt an. Er beherrscht jeden Einsatz, führt alles zusammen. Mit dem AT auf der Höhe bleiben.
Hans-Wilhelm-Wilken, Siemens Services GmbH & Co. KG
Einfache Analysemöglichkeiten zur Qualitätsbestimmung von Aufzugsanlagen durch neue Datenbankkonzepte
Einfache Analysemöglichkeiten zur Qualitätsbestimmung von Aufzugsanlagen durch neue Datenbankkonzepte Leistungs- und Fahrqualitätsdaten von Aufzügen können mit mobilen Diagnosesystem gemessen werden. Damit werden Aufzüge erstmals vergleichbar. Das neue Datenbankmodul der LiftPC mobilen Diagnose erfasst neben diesen Messdaten auch weitere Konstruktions-Merkmale der eigenen Aufzüge und ermöglicht somit zentrale statistische Analyse in Form von Tabellen und Grafiken. Zusätzlich können durch den Vergleich mit einer anonymen Internetdatenbank Einzelanlagen mit dem Durchschnitt aller Anlagen verglichen werden.
Tim Ebeling, Henning GmbH
Ausschreibung von Aufzugsanlagen unter Einbeziehung messbarer Qualitätskriterien am Beispiel des Sparkassen-Neubaues in Hagen
Mit dem Beispiel Vergabe von Aufzügen durch messen stelle ich die Selektion von Bietern beim Generalübernehmer, Anforderungen und Erwartung des Bauherrn und die Interessen des Fachplaners ins Verhältnis: Wie verhält sich der Angebotspreis mit Grenzwerten, setzt man höhere Kosten um?
Der Vergleich Angebotspreis durch Grenzwerte, betrachten des Bieters durch Referenzmessung und Zustimmung des Bauherren zum Bieter werde ich darstellen. Auch Ausscheidungskriterien werde ich zur Diskussion bringen.
Dipl.-Ing. Heinz L. Schreiber, Ing. Büro Schreiber
Modernisierung von Hydraulischen Aufzugsanlagen
Die Modernisierung der Zukunft im Hydraulischen Aufzugsbereich durch den Einsatz von frequenzgeregelten Anlagen zur optimalen Energie-/Leistungseinsparung, hohen Verfügbarkeit – Haltegenauigkeit, niedrigem Geräuschpegel und geringerem Verschleiß.
Philippe Roose, Bucher Hydraulics AG
Canopen in Aufzugssteuerung-Netzwerkarchitekturen
Das CANopen-Anwendungsprofil für Aufzugssteuerungen kann auf unterschiedliche Netzwerkarchitekturen abgebildet werden. Insbesondere wird das Konzept virtueller und logischer Geräte erläutert und die Implementierung transparenter Gateways erklärt.
Holger Zeltwanger, CIA CAN in Automaten
Einführung in verschiedene Bussysteme im Aufzug
Ein Bussystem im Aufzug, was ist das? Wann macht ein Bus Sinn? Was ist CAN? Was ist der Unterschied zwischen ACP und DCP? Wie funktioniert DCP_03 und DCP_04? Was ist DSP417? Was ist Call-Catching? Diese Fragen werden wir im heutigen Vortrag beantworten.
Dipl.-Ing. Götz Benczek, Dietz electronic GmbH
Selbstadaptierendes, Weg abhängiges Regelsystem
Auf Monitordarstellung zu errichtendes Steuerungskonzept, das sämtliche relevanten Daten anhand einer vorgegebenen Wegstrecke berechnet und das Fahrprofil Weg abhängig ausgibt. Dabei werden Zwischengeschwindigkeiten automatisch ermittelt und ausgegeben. Demo zur Vorabkontrolle des Fahrprofils.
Dipl.-Ing. Wolfgang Rösch, ascentrocic Gerätebau GmbH
Der bedienungsfreundliche Umrichter Aufzugbau
Der Vortrag über die Funktionalität und dem großen Anwendungsbereich eines Frequenzumrichters, der speziell für den Aufzugbau entwickelt wurde. Verschiedene Tools, die Einstellsoftware Powercontrol und Handterminal garantieren ein hohes Maß an Bedienfreundlichkeit und eine leichte Inbetriebnahme.
Dipl.-Ing. Günther Stoll, RST Elektronik GmbH
Das ZL1 zur schnellen Suche sporadisch auftretender Störungen im elektrischen System des Aufzugs
Das Diagnosesystem ZL1 dient zur schnellen Störungssuche an Steuerungen mit sporadisch auftretenden Fehlern. Es können sowohl Langzeitmessungen als auch Messungen für bestimmte Zeitfenster durchgeführt werden. Mit dem Diagnosesystem ZL1 können bis zu 32 Signale gleichzeitig aufgezeichnet werden und hierbei zwischen einem Eingangsspannungsbereich von 5 V – 48 V AC/DC bis 115V – 230 V AC wählen.
Die Auswertung der Aufzeichnungen erfolgt mit Hilfe einer Software an einem PC und ist dank der bekannten Windows-Oberfläche einfach zu handhaben.
Alfred Zangl, Henning GmbH
Lastmesseinrichtung mit einfacher Installation ohne Gewichte für den Halblastausgleich
Bisherige Lastmesseinrichtungen, die über die Seilspannung die Kabinenzuladungen bestimmen, müssen grundsätzlich nach der Installation mit Gewichten mühsam kalibriert werden. Neue Seillastsensoren mit einem patentiertem Messprinzip benötigen keine Gewichte mehr, sodass direkt nach der Montage das tatsächliche Kabinengewicht und die gleichmäßige Einstellung der Seilspannung abgelesen werden können.
Damit ist es erstmals möglich, zusammen mit einem mobilen Beschleunigungssensor die Leistung der Fangvorrichtung bei Leerlast genau zu messen und für Volllast exakt zu bestimmen.
Dipl.-Ing. Peter Pini, Henning GmbH
Informationssystem für Aufzug-Benutzer
Lobby-Monitoring, Praxis-Monitoring, Aufzugs-Monitoring – drei Möglichkeiten, eine Immobilie und deren Aufzugsanlagen individueller, benutzerfreundlicher und attraktiver zu gestalten. Mit moderner visueller Medientechnik präsentieren sich z. B. tagesaktuelle Hinweise, Wegweiser, Infotainment sowie Statusanzeigen vor und im Aufzug.
Dipl.-Ing. Michael Gubisch, Ing. Wolfgang Schäfer GmbH
Messbarer Nutzen von modernen Aufzugsantrieben insbesondere unter dem Aspekt des Fahrkomforts nach ISO 18 738
Seit einigen Jahren drängen immer mehr getriebelose Antriebe auf den Aufzugsmarkt. Sie verdrängen dabei selbst bei kleinen Förderhöhen die klassischen Getriebeantriebe. Es werden Fahrkomfortmessungen bei Aufzügen mit unterschiedlichen Antrieben vorgestellt und daraufhin bewertet, welchen Einfluss der Antrieb auf den Fahrkomfort hat.
Karl Michael Renz, OSMA Aufzüge Albert Schenk GmbH & Co. KG
Anforderungen an Tragmittel in der Aufzugtechnik
Dr.-Ing. Wolfram Vogel Universität Stuttgart
Magnet-induktive Seilprüfung – neue Geräte für den mobilen Einsatz im Aufzugbau
Nach einer gewissen Laufzeit zeigt sich beginnende Zerstörung von Drahtseilen durch Antrieb und Drahtbrüche. Mit einem neuen handlichen magnet-induktiven Messgerät können alle Drahtbrüche, sowohl innere als auch äußere, sicher erkannt werden. Dieses speziell für den Aufzugbau konzipierte Gerät ermöglicht eine schnelle Dokumentation des Seilzustandes zu moderaten Preisen.
Tim Ebeling, Henning GmbH
Moderne Messtechnik im Aufzug im praktischen Einsatz-Bericht eines Fachplaners
Einsatz
– Dokumentation im Rahmen der Bauüberwachung
– Allgemeine Qualitätskontrollen
– Nachweis vorgegebener Verkehrswerte (Halteverlustzeit)
– Vergleichsmessung bei Nachkontrollen
– Vergleichsmessung bei Umbau und Sanierung (vorher/nachher)
– Regelmäßige Dokumentation im Sinne der BetrSichV
– Fehlersuche
Ergebnisse
– Generelle Darstellung
– Rohdaten
– Aufzugssysteme (Seil – Hydraulik Führung zentral/einseitig)
Beispiele aus der Praxis
– Vibrationen durch Fahrkorbrollenführung
– Stoßeinflüsse (Schienenstöße und sonstige)
– Vibrationen durch falsche Auslegung der Hydraulik
– Vergleichsmessungen
– Bestimmung der Halteverlustzeit
Auswertung und Möglichkeiten für die Zukunft
– Ergebnisse in Datenbank aufbereiten und auswerten
– Festlegung von Qualitätsstufen für verschiedene Aufzugsarten und Einsatzbereiche
Dipl.-Ing. Joachim Baier, Baier Ingenieurbüro
Vermeidung, Folgen und Konsequenzen von Schäden an Aufzügen
Der Schwerpunkt zu diesem Thema liegt ganz sicher in der Vermeidung/Vorbeugung von Schäden an Aufzügen. Sind erst Schäden eingetreten, haben häufig die vorangestellten Institutionen bereits versagt. Noch vor den ausführenden Firmen sind hier die Planer in der Verantwortung.
Rudi Becker, Jappsen + Stangier Oberwesel GmbH
Triebwerksraumloser Aufzug MRL-W1
Die veränderten Erfordernisse des Aufzugbaus, verbunden mit den Erwartungen der Industrie und der Anwender nach zeitgemäßen Wirkungsgrad, geringerem Energieverbrauch und reduzierten Betriebskosten, sind die Triebkräfte auf der Suche nach neuen Lösungen für Komplettsysteme. Am Beispiel der Entwicklung des triebwerkraumlosen Aufzugssystem MRL-W1 der Wittur AG mit dem Antrieb witty 1 wird diese Bemühung erläutert.
Volker Thoß, Wittur K+S GmbH
Gleichmäßige Einstellung der Seilspannungen durch neues Messprinzip mit automatischem Abgleich und Überprüfung mit Protokoll
Ungleichmäßige Lastverteilung im Seilset führt zu erhöhtem Verschleiß und frühzeitigem Ausfall einzelner Seile. Mit einem neuen, patentierten Einzelseil-Lastsensor kann die gleichmäßige Lastverteilung im Seilset einfach kontrolliert und protokolliert werden. Bei Abweichungen können gezielte, durch Software-Assistenten unterstützte Korrekturen an den einzelnen Seilspannungen vorgenommen werden.
Dipl.-Ing. Peter Pini, Henning GmbH
Antrieb für Triebwerksraum, Schacht und Kabine
Kompaktes Antriebssystem mitfahrend im Kabinenrahmen oder stationär im Schacht oder Triebwerksraum. Hohe Flexibilität und einfache Montage durch Verwendung eines kompletten Bausatzes, für Neubau und Modernisierung.
Ulrich Nees, alpha Getriebebau GmbH
Der Aufzug und das Internet
Das Internet gewinnt bei der globalen Kommunikation immer mehr an Bedeutung. Schon in wenigen Jahren wird die gesamte Kommunikation ausschließlich über das Netz erfolgen. Der Vortrag soll zeigen, welche Auswirkungen das für die Ferndiagnose und den NOTRUF von Aufzügen hat und welche technischen Voraussetzungen erfüllt werden.
Dipl.-Ing. Jörg Hellmich, Böhnke + Partner Steuerungssysteme GmbH
Hochwertige Komponenten und geschultes Fachpersonal für qualitativ hochwertige Aufzüge
Eigenes, geschultes, engagiertes Fachpersonal, welche die Anlage von der Anlieferung bis zur Abnahme betreut, ist für einen hochwertigen Aufzug genauso wichtig wie die ausgewählten Komponenten: Laufruhiger Antrieb, beste Rollenführung, maßgefertigte Kabinen aus eigenem Hause usw., da es sich besser mit den Produkten identifiziert. Denn beste Montagequalität und bestmögliche Materialqualität ergeben optimale Systemqualität.
Thomas Schmidt, Aufzugswerke M. Schmitt & Sohn GmbH & Co.
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